Untreueaffäre Strafbefehl gegen weitere IKB-Manager

Die Untreueaffäre bei der IKB zieht weitere Kreise. Nach dem früheren Vorstandschef Stefan Ortseifen hat die Staatsanwaltschaft jetzt Strafbefehl gegen zwei weitere ehemalige Vorstandsmitglieder beantragt. Betroffen sei auch Ortseifen-Vorgänger Alexander von Tippelskirch, heißt es.

Düsseldorf - In die Untreueaffäre um den früheren IKB- Vorstandssprecher Stefan Ortseifen ist nach Informationen der "Rheinischen Post" auch dessen Vorgänger Alexander von Tippelskirch verwickelt.

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf habe einen Strafbefehl gegen ihn erwirkt, berichtete die Zeitung am Samstag. Er habe 2004 Umbauarbeiten an der Dienstwohnung seines damaligen Vorstandskollegen Ortseifen in Meerbusch genehmigt, die der Aufsichtsrat der Bank hätte billigen müssen. Der Auftragswert betrug demnach etwa 14.000 Euro.

Der zuständige Oberstaatsanwalt Michael Marx-Manthey sagte am Samstag auf Anfrage, die Staatsanwaltschaft habe in der Tat einen Strafbefehl gegen zwei weitere ehemalige Vorstandsmitglieder der IKB  beantragt. Namen könne er aber nicht nennen. In beiden Fällen seien Verwarnungen mit Strafvorbehalt beantragt worden, in einem Fall in Höhe von 10.000, in dem anderen Fall von 50.000 Euro.

Am vergangenen Mittwoch hatte die Staatsanwaltschaft den früheren IKB-Chef Ortseifen wegen Kursmanipulation und Untreue angeklagt. Er soll die Lage der Bank 2007 kurz vor einer Beinahe-Pleite "bewusst irreführend zu positiv dargestellt" haben. Außerdem legen ihm die Ermittler zur Last, seine Dienstvilla auf Kosten der IKB aufwendig ausgebaut zu haben.

manager-magazin.de mit Material von dpa