Lufthansa British-Midland-Gründer geht

Die Lufthansa baut die Führung ihrer künftigen Tochter British Midland um. Michael Bishop, der Gründer und frühere Mehrheitsaktionär der Fluggesellschaft, räumt seinen Posten im Verwaltungsrat. Nachfolger wird Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer, der für die Integration künftiger Töchter zuständig ist.

Frankfurt am Main - Der Gründer und frühere Mehrheitsaktionär der Fluggesellschaft British Midland (BMI), Michael Bishop, scheide aus dem Verwaltungsrat aus, teilte Lufthansa  am Mittwoch mit. Seine Position als Vorsitzender des Gremiums übernimmt künftig Lufthansa-Vorstand Stefan Lauer, der für die Integration künftiger Töchter in den Konzern zuständig ist.

Neu in das Board of Directors zieht außerdem Lufthansa-Manager Jörg Hennemann ein, der die Entwicklung des Lufthansa-Drehkreuzes in Frankfurt begeleitet. Insgesamt besteht die Führungsriege der britischen Fluggesellschaft nun aus sechs Mitgliedern: Stefan Lauer, Nigel Turner, Tim Bye, Jörg Hennemann, Holger Hätty und Benny Zakrisson.

Lufthansa hatte sich nach einem Rechtsstreit über die Übernahme der angeschlagenen BMI erst vor wenigen Tagen mit Bishop auf einen Deal zu für Lufthansa deutlich besseren Bedingungen verständigt. Bishop verkauft seinen BMI-Anteil von gut 50 Prozent nun nicht an Lufthansa direkt, sondern an die eigens dafür gegründete Zwischenholding LHBD, an der die Airline 35 Prozent hält. Die restlichen 65 Prozent befinden sich in britischer Hand, um die Verkehrsrechte von BMI zu wahren.

Langfristig will Lufthansa die Mehrheit an der Zwischenholding übernehmen. Weitere 20 Prozent hält die skandinavische Fluggesellschaft SAS, die sich ebenfalls von ihrem Anteil trennen will.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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