Jan-Christian Dreesen BayernLB holt UBS-Manager

Die schwer angeschlagene Bayerische Landesbank kauft bei der UBS ein. Jan-Christian Dreesen, bis Mitte Juni Deutschland-Chef der UBS, verantwortet künftig das Privatkunden- und Mittelstandsgeschäft der BayernLB.

München - Der Verwaltungsrat habe den 41-jährigen Jan-Christian Dreesen zum 1. September als Vorstandsmitglied berufen, teilte die BayernLB am Mittwoch in München mit.

Dreesen folgt auf Theo Harnischmacher, der zum 30. Juni in Ruhestand ging. Harnischmachers Funktion als stellvertretender Vorstandsvorsitzender übernimmt Stefan Ermisch. Er gehört dem Vorstand der Bank seit Juli 2008 an und verantwortet sowohl das Finanzressort als auch das operative Geschäft der Bank.

Die Krise bei der Schweizer Großbank UBS  hatte in den vergangenen Monaten auch bei der deutschen Tochter für Unruhe und Stühlerücken gesorgt. Nach dem Abgang mehrerer Investmentbanker wurde Mitte Juni die Ablösung Dreesens durch Stephan Zimmermann bekannt.

Seine Karriere hatte Dreesen nach einer Banklehre und einem Studium der Betriebswirtschaftslehre bei der damaligen Bayerischen Vereinsbank gestartet. Bis 2006 war er in verschiedenen Funktionen bei der HypoVereinsbank  tätig, zuletzt als Vorstand für das Ressort Privatkunden und Private Banking.

Nach der Übernahme der HVB durch die italienische Großbank Unicredit  nahm Dreesen allerdings nur wenige Wochen nach seiner Berufung in das Führungsgremium seinen Hut. Im Juli 2006 war er dann in den Vorstand von UBS Deutschland gewechselt und hatte im März 2008 den Vorstandsvorsitz übernommen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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