Peter Fleischer KfW muss Ex-Vorstand auszahlen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau muss ihrem gekündigten Vorstand Peter Fleischer fast eine Million Euro zahlen. Fleischer war im vergangenen Jahr wegen einer Überweisung von 320 Millionen Euro an die insolvente US-Bank Lehman Brothers entlassen worden.

Berlin - Das Landgericht Frankfurt am Main entschied, dem früheren Manager stehe rückwirkend seit seiner Entlassung im September vergangenen Jahres die Summe von 332.966,98 Euro plus Zinsen zu. Ein Gerichtssprecher bestätigte gegenüber manager-magazin.de eine entsprechende Meldung der "Bild"-Zeitung.

Außerdem müsse die KfW ihrem Ex-Vorstand von Mai 2009 bis September 2010 monatlich 27.438,14 Euro Gehalt weiter zahlen. Dazu komme noch eine Bonuszahlung von 140.930 Euro, die im Mai 2010 fällig sei.

Der Banker war im vergangenen Jahr wegen der Fehlüberweisung von 320 Millionen Euro an die insolvente US-Bank Lehman Brothers entlassen worden und hatte dagegen geklagt.

Bei dem Verfahren, bei dem Fleischer nun Recht bekam, handelte es sich um einen so genannten Urkundenprozess, bei dem es nach Angaben des Sprechers in erster Linie um die Einhaltung von Fristen und Vertragsdetails ging.

Sollte die KfW ihren Widerstand gegen die Zahlung beibehalten, kann sie versuchen, ihre Rechte in einem Nachverfahren durchzusetzen. In diesem würden dann auch Zeugen gehört und der gesamte Sachverhalt berücksichtigt werden.

manager-magazin.de mit Material von afp

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