Öffentlicher Dienst Zahl der Staatsdiener sinkt

Der Personalabbau im öffentlichen Dienst zeigt Spuren. Nur noch 4,5 Millionen Menschen stehen im Staatsdienst. Über eine Dekade betrachtet zeigt sich ein deutlicher Abwärtstrend.

Wiesbaden - Rund 4,5 Millionen Menschen waren im Mai 2008 bei Bund, Ländern und Gemeinden beschäftigt, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte.

Das waren knapp ein Prozent weniger als im Vorjahr und 10 Prozent weniger als vor zehn Jahren, als es noch fast 5,1 Millionen Staatsdiener gab. Der Rückgang 2008 im Vergleich zum Vorjahr war laut Bundesamt überwiegend auf die Privatisierung kommunaler Krankenhäuser zurückzuführen.

Der Großteil der öffentlich Beschäftigten mit rund 30 Prozent arbeitete den Angaben zufolge im Bildungswesen. Weitere personalintensive Aufgabenbereiche der öffentlichen Hand waren die Soziale Sicherung mit einem Anteil von 16 Prozent und der Bereich der Öffentlichen Sicherheit und Ordnung (Polizei, Feuerwehr) sowie des Rechtsschutzes mit 14 Prozent. Da Bildungswesen und Polizei überwiegend Ländersache sind, entfiel der größte Teil der Beschäftigten auf den Landesbereich (50 Prozent). Weitere 30 Prozent waren im kommunalen Bereich, 12 Prozent im Bundesbereich und 8 Prozent bei den Sozialversicherungsträgern und der Bundesagentur für Arbeit tätig.

Von den 4,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes arbeiteten Mitte 2008 gut 2,6 Millionen oder 59 Prozent als tarifvertraglich Beschäftigte. Rund 1,7 Millionen oder 37 Prozent der Bediensteten waren als Beamte oder Richter, 184.000 oder 4 Prozent als Berufs- oder Zeitsoldaten tätig.

manager-magazin.de mit Material von ap

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