Deutsche Bahn Wiesheu bleibt als Berater

Trotz seines Ausscheidens aus dem Bahn-Vorstand bleibt der frühere bayerische Wirtschaftsminister Otto Wiesheu offenbar in Diensten des Staatskonzerns. Der CSU-Politiker, der bislang für die Lobbyarbeit in Deutschland zuständig war, will als Berater für das internationale Geschäft weiterarbeiten und erhält seine Vorstandsbezüge weiter bis Ende 2010.

Berlin - Er werde für das Unternehmen bis zum Ablauf seines bisherigen Vorstandsvertrags Ende 2010 tätig sein, sagte Wiesheu der "Süddeutschen Zeitung" (Dienstagausgabe). Bis dahin behalte er einen Beratervertrag, seine Vorstandsgehälter würden so lange weitergezahlt.

Dem Bericht zufolge soll Wiesheu künftig nur noch im internationalen Geschäft der Bahn tätig werden, etwa in Osteuropa oder im Nahen Osten. Vielerorts ist die Bahn hier mit ihrer Tochter DB International mit dem Ausbau und der Sanierung von Schienenwegen beschäftigt.

Bislang war Wiesheu im Vorstand für die Lobbyarbeit in Deutschland zuständig. Neben Wiesheu soll auch der bisherige Logistik-Vorstand Norbert Bensel in Diensten der Bahn bleiben.

Beide hatten im Zuge der Datenaffäre im vorigen Monat ihren Vorstandsposten abgegeben.

manager-magazin.de mit Material von ddp