Treuhand Insolvenzexperte verwaltet Opel

Die neue Treuhandgesellschaft, in der Opel bis zur endgültigen Einigung mit dem Investor Magna geparkt werden soll, wird von dem Insolvenzexperten Alfred Hagebusch geführt. Regierungskreise bestätigten entsprechende Medienberichte. Die malade Muttergesellschaft GM wird eine starke Position behalten.

Düsseldorf/Berlin - Die neue Treuhandgesellschaft für Opel soll von dem Sanierungsexperten Alfred Hagebusch geführt werden. Dem Frankfurter Anwalt zur Seite stehe als Co-Geschäftsführer der Europa- Vizechef des bisherigen Mutterkonzerns General Motors (GM) , Eric Stevens, berichtet das "Handelsblatt" in seiner Dienstagsausgabe.

Regierungskreise in Berlin bestätigten am Montagabend die beiden Personalien. Hagebusch ist Partner der auf Insolvenzen und Sanierungen spezialisierten Kanzlei Wellensiek.

Mit dem neuen Treuhandmodell werden die europäischen GM-Teile vor einer Insolvenz des Mutterkonzerns aus GM herausgelöst und unter einem eigenen Dach zusammengefasst. So soll verhindert werden, dass Opel in den Strudel einer GM-Insolvenz gerissen wird und Geld aus den staatlich verbürgten Krediten von 1,5 Milliarden Euro aus Deutschland in die USA abfließt.

Die Treuhandgesellschaft beaufsichtigt unter anderem die weiteren Verhandlungen mit dem Investor Magna . Sie hat zwei Geschäftsführer, davon wird einer von der deutschen Seite (Hagebusch) und einer von der US-Seite (Stevens) benannt.

Der Beirat - eine Art Aufsichtsrat - trifft die wichtigsten Entscheidungen. Darin sitzen zwei Mitglieder von GM, zwei Vertreter der öffentlichen Hand aus Deutschland und ein neutraler Beiratsvorsitzender. Dieses ist der Präsident der amerikanischen Handelskammer in Frankfurt, Fred Irwin. Er solle eine "entscheidende Rolle" bei der Loslösung Opels aus dem GM-Verbund spielen, schreibt das "Handelsblatt". Ihm vertrauten sowohl die US-Regierung als auch die Bundesregierung.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx

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