Société Générale Bouton tritt zurück

Der umstrittene Präsident der Pariser Großbank Société Générale, Daniel Bouton, tritt nach dem Streit um Aktienoptionen für Manager zurück. Der Schritt folgt auf einen Betrugsskandal, der die Bank knapp 5 Milliarden Euro gekostet hat.

Paris - "Ich habe die Wahl getroffen, um die Bank zu schützen", sagte Bouton dem Figaro (Mittwoch). "Ich bin das Ziel unaufhörlicher Attacken geworden, die am Ende dieses Unternehmen schädigen, mit dem ich sehr verbunden bin." Generaldirektor Frederic Oudéa werde am 6. Mai als Präsident-Generaldirektor auch sein Amt übernehmen.

Im April 2008 hatte die Bank Bouton bereits von seinen operativen Funktionen als Chairman und Chief Executive Officer (CEO) abgezogen. Der Schritt folgte auf einen Betrugsskandal, der die Bank knapp 5 Milliarden Euro gekostet hatte. Seitdem war Bouton nur noch als Chairman tätig.

Im März dieses Jahres war das Institut dann wegen Aktienoptionen für ihre Manager in die Kritik geraten. Nachdem die französische Regierung Druck ausgeübt hatte, verzichtete das Management Mitte März darauf, die im Januar und März zugeteilten Optionen in Aktien umzuwandeln, solange die Bank staatliche Hilfe beziehe. Das Institut hatte zuvor vom Staat eine Finanzspritze von 1,7 Milliarden Euro erhalten.

Société Générale hatte im Januar und im März an 4800 Mitarbeiter des Unternehmens im In- und Ausland Aktienoptionen vergeben. Bouton bekam 70.000 Aktienoptionen, während dem Generaldirektor des Instituts, Frederic Oudea, 150.000 Optionen zugeteilt wurden. Zwei Stellvertreter von Oudea bekamen jeweils 50.000 Optionen.

manager-magazin.de mit Material von dow jones und dpa-afx

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