Sonntag, 15. Dezember 2019

Managerstudie Verstärkter Druck, mieses Image

Der Manager als Idol - das war einmal. Die einstigen Vorbilder der Leistungsgesellschaft haben viel von ihrem Glanz verloren und stehen gleichzeitig unter erhöhtem Erfolgszwang. Das zeigt eine Umfrage der Personalberatung Heidrick & Struggles, die manager magazin exklusiv präsentiert.

Hamburg - Die Wirtschaftskrise setzt Manager deutlich stärkerem Stress aus als bislang bekannt. Das ergab eine Umfrage der Personalberatung Heidrick & Struggles unter tausend Führungskräften aller Branchen. Die Ergebnisse veröffentlicht manager magazin exklusiv in seiner neuen Ausgabe, die ab Freitag (24. April) im Handel erhältlich ist.

Und raus bist du: Das Image von Managern hat in der Krise schwer gelitten
Danach spüren vier von fünf Managern seit Beginn der Krise einen stark erhöhten Leistungsdruck, jeder Zweite muss deutlich mehr arbeiten. Und das in immer rauerer Umgebung: 27 Prozent der Befragten klagen über ein verschlechtertes Betriebsklima. Kaum erstaunlich, dass jeder Dritte heute eher bereit ist, den Job zu wechseln als noch vor einem Jahr.

Auf Anerkennung, Trost von außen gar können die Führungskräfte nicht hoffen. Im Gegenteil: Stolze 87 Prozent räumen ein, dass sich das Image der Manager durch die Krise drastisch verschlechtert hat. "Bei vielen herrschen Zweifel, ob sie noch in der richtigen sozialen Gruppe sind", sagt Werner Penk, Partner bei Heidrick & Struggles.

Aus den einstigen Rollenvorbildern der Leistungsgesellschaft sind in den Augen der Öffentlichkeit Kriminelle oder zögerliche Versager geworden. Das zeigt sich auch im privaten Umfeld: 60 Prozent der Befragten spüren einen erhöhten Rechtfertigungsdruck, davon jeder Vierte im Freundes- und Bekanntenkreis - und mehr als jeder Zweite im Umgang mit Geschäftspartnern.

© manager magazin 2009
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung