Techniker Krankenkasse Aufsicht kritisiert Chefgehälter

Die Fusion der Techniker Krankenkasse mit der Internetkasse IKK-Direkt hat die Vorstände zu Spitzenverdienern unter den Krankenkassenmanagern gemacht. TK-Chef Norbert Klusen etwa erhält 273.000 Euro plus Dienstwagen. Die Aufsichtsbehörde beanstandet die Vorstandsbezüge als deutlich zu hoch, heißt es.

Hamburg - Das Bundesversicherungsamt hat einem Bericht des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL zufolge satte Gehaltssprünge bei den Spitzengehältern der Vorstände der Techniker Krankenkasse (TK) moniert. Nach der Fusion mit der Internetkasse IKK-Direkt zur nun größten Krankenkasse in Deutschland erhält der Vorstandsvorsitzende Norbert Klusen demnach jährlich 273.000 Euro, zuzüglich Dienstwagen und "großzügiger Vorsorgeaufwendungen".

Im vergangenen Jahr musste Klusen dem Blatt zufolge noch mit 245.000 Euro auskommen, erhielt aber für die Vorbereitung der Fusion einen Sonderbonus von 50.000 Euro.

Nach Einschätzung der Bonner Aufsichtsbehörde wären für Klusen 210.000 Euro angemessen, schreibt der SPIEGEL. Die Bezüge der Kassenchefs müssten sich am "Maß des Notwendigen orientieren" und nicht etwa an Vorstandsgehältern in der Privatwirtschaft.

Die TK-Gehälter überschritten "die vergleichbaren Bezüge massiv und werden daher von uns beanstandet". Klusens Stellvertreter Helmuth Doose kommt mit Grundgehalt und Zulagen auf 252.000 Euro im Jahr, schreibt das Magazin.

Die Techniker Krankenkasse zählt seit der Fusion zu Jahresbeginn 7,2 Millionen Versicherte. Damit hat sie ihre Mitbewerber abgehängt. Der bisherige Marktführer, die Barmer, kommt auf rund 6,8 Millionen Kunden.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

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