Fall Madoff Durchsuchungen bei BNP Paribas

In Zusammenhang mit dem Milliardenbetrug des US-Investors Bernard Madoff hat die Finanzpolizei den Sitz von BNP Paribas durchsucht. Die französische Großbank soll Anlegern zum Kauf von Finanzprodukten von Madoff geraten haben, bestreitet dies jedoch.

Paris - Die Ermittler hätten Schriftstücke bei der Bank BNP Paribas  beschlagnahmt, teilten Justizmitarbeiter am Donnerstag in Paris mit. Die Pariser Staatsanwaltschaft hatte im März erste Ermittlungen gegen die BNP Paribas aufgenommen, nachdem ein Kunde das Finanzinstitut wegen Fälschung angezeigt hatte. Die Bank soll Anlegern zum Kauf von Finanzprodukten von Madoff geraten haben, bestreitet dies aber.

Madoff betrog Investoren mittels eines Schneeballsystems über die Jahre um Milliarden. Im März bekannte der frühere Starinvestor sich im mutmaßlich größten Betrugsfall der Wirtschaftsgeschichte des Diebstahls, der Geldwäsche und der Urkundenfälschung schuldig, worauf er in Haft genommen wurde.

Dem 70-Jährigen drohen bis zu 150 Jahre Gefängnis. Deutsche Anleger haben Berichten zufolge vermutlich mehr als 150 Millionen Euro in Madoffs Fonds investiert.

manager-magazin.de mit Material von afp