UBS Ulrich Körner wird COO

Das Management-Karussell der beiden Schweizer Großbanken UBS und Credit Suisse dreht sich weiter. Nun holt UBS-Chef Oswald Grübel seinen früheren Kollegen Ulrich Körner ins Boot.

Zürich - Der 47-jährige Ulrich Körner rückt in den Vorstand der UBS  ein und wird dort Chief Operating Officer (COO). Die größte Bank der Schweiz hat die Funktion neu geschaffen. Körner war zuletzt Leiter des Schweizer Geschäfts der Konkurrenzbank Credit Suisse (CS) . Dort fiel er allerdings beim amerikanischen Konzernchef Brady Dougan in Ungnade und wurde durch Hans-Ulrich Meister ersetzt, der zuvor die gleiche Funktion bei der UBS besetzte.

Der Deutsch-Schweizerische Doppelbürger Körner wird zudem Chef des neuen Corporate Centers der UBS. Mit dem neuen Zentrum will die UBS konzernweit die Infrastruktur- und Dienstleistungsaufgaben zusammenfassen. Die Bank will darüber hinaus die Kontrollaufgaben auf Konzernstufe zentralisieren.

Konzernchef Oswald Grübel, der vor der Ablösung von Marcel Rohner ebenfalls bei der CS in der Konzernleitung gearbeitet hat, setzt mit seiner Wahl konsequent den Umbau der von der Finanzkrise stark mitgenommenen Großbank fort. Dazu wird nach Ansicht von Analysten auch der designierte Verwaltungsratspräsident und frühere Finanzminister Kaspar Villiger beitragen, der zum Nachfolger von Peter Kurer ernannt werden soll. Grübel und Villiger wollen Entscheidungsprozesse zentralisieren und rationalisieren und damit klare Verantwortungen schaffen.

Walter Stuerzinger, bisheriger Chef des Risk-Managements der UBS, trete aus der Konzernleitung aus, hieß es weiter bei der UBS. Unbestätigten Berichten zufolge muss die UBS für das erste Quartal noch einmal etwa zwei Milliarden Franken (1,3 Milliarden Euro) aus Kreditsicherungen abschreiben. Grübel plant angeblich auch, weitere 6000 Stellen zu streichen. Von der UBS gab es bisher dazu keinen Kommentar.

Die Börse reagierte wohlwollend auf die Personalentscheidung bei der UBS. Bis Handelsschluss legten die Aktien der Großbank 4,39 Prozent auf 11,17 Franken zu. Die Privatbank Vontobel bestätigte ihre "Buy"-Empfehlung für die Papiere sowie das Kursziel von 18 Franken. Die Broker von Helvea gaben als Rating weiterhin "Accumulate" sowie ein Kursziel von 16,70 Franken an.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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