Gagfah Deutschland-Chef geht vorzeitig

Burkhard Drescher, Deutschland-Chef beim Immobilienkonzern Gagfah, nimmt seinen Hut. Eigentlich sollte Drescher erst Ende Juli seinen Posten räumen. Gagfah hatte am Dienstag tiefrote Zahlen vermeldet.

Frankfurt am Main - Gagfah-Deutschland-Chef Burkhard Drescher hat bei dem Immobilienkonzern vorzeitig das Handtuch geworfen. Drescher habe am Mittwoch seinen sofortigen Rücktritt aus dem Verwaltungsrat erklärt, teilte Gagfah  mit.

Eigentlich sollte er erst Ende Juli mit Ablauf seines Vertrages seinen Posten räumen und dann durch Joseph Brennan ersetzt werden. Brennan, der Anfang des Jahres vom Großaktionär Fortress  als Vorstand für das operative Geschäft (COO) zu Gagfah gekommen war, sollte bis dahin als stellvertretender Vorstandschef firmieren. Einem Zeitungsbericht zufolge war es zu Differenzen zwischen Drescher und Fortress unter anderem über die künftige Anlage- und Geschäftsstrategie gekommen.

Gagfah hatte am Mittwoch ihre Geschäftszahlen für das abgelaufene Jahr präsentiert. Die zum Finanzinvestor Fortress gehörende Gesellschaft ist 2008 tief in die roten Zahlen gerutscht und musste den Wert ihrer Häuser und Wohnungen um 233 Millionen Euro nach unten korrigieren. Deshalb stand ein Vorsteuerverlust von 119,5 Millionen Euro zu Buche.

Ein Jahr zuvor hatte eine Aufwertung des Bestands um fast eine Milliarde Euro noch zu einem Gewinn von 1,1 Milliarden Euro geführt. Die rund 190.000 Einheiten stehen mit einem Wert von fast zehn Milliarden Euro in der Bilanz.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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