Bankchef Goodwin Anschlag auf Haus und Auto

Der Wut auf den umstrittene Ex-Chef der Royal Bank of Scotland, Fred Goodwin, ist weiterhin groß. Unbekannte attackierten in der vergangenen Nacht sein Auto und seine Villa. Verletzt wurde aber niemand.

London - In den britischen Medien wird er gegenwärtig als "meistgehasster Mann in Großbritannien" beschrieben, gemeint ist Fred Goodwin, Ex-Vorstandschef der Royal Bank of Scotland (RBS) . Der Ex-Banker steht im Kreuzfeuer der Kritik, da er sich trotz Milliardenverlust der Bank von rund 26 Milliarden Euro eine jährliche Rente von umgerechnet 752.000 Euro sicherte.

Nun entlud sich der andauernde Frust über den Manager in einem ersten Anschlag. Vandalen hätten in der Nacht zum Mittwoch die Villa und das Auto des früheren Vorstandsvorsitzenden der RBS beschädigt, teilte die Polizei mit. Der 50-Jährige und seine Familie wurden dabei nicht verletzt. Mehrere Fenster von seinem S-Klasse-Mercedes und seiner Villa in Edinburgh seien eingeschlagen worden. Sicherheitsleute hatten das Anwesen im Auftrag der Bank bewacht. Das tun nun Polizisten.

Goodwin musste nach acht Jahren an der Spitze der Bank im vergangenen Oktober seinen Hut nehmen. Angesichts des Milliardenverlusts - der höchste in der britischen Unternehmensgeschichte - pumpte der britische Staat umgerechnet 21,7 Milliarden Euro in die Bank und hält nunmehr circa 70 Prozent der Stimmrechte.

Trotz heftiger Kritik von Politik und Bevölkerung lehnte Goodwin eine Kürzung seiner hohen Rente bislang ab. Die Regierung kündigte aber an, seinen Rentenvertrag anzufechten.

manager-magagzin.de mit Material von dpa und reuters

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