KfW Bernd Loewen wird Risikochef

Die staatliche Förderbank KfW hat einen neuen Risikochef gefunden. Bernd Loewen soll das vakante Vorstandsamt übernehmen. Unterdessen geht es bei der Hauptversammlung der ehemaligen KfW-Tochter IKB turbulent zu.

Frankfurt am Main - Die millionenschwere Fehlüberweisung an die Pleitebank Lehman Brothers  kostete einigen Managern der Staatsbank KfW ihren Posten. Nun hat das Kreditinstitut einen Kandidaten für die vakante Stelle des Risikovorstands gefunden. Wie manager-magazin.de aus Bankkreisen erfuhr, soll Bernd Loewen neuer Risikochef werden.

Die "Financial Times Deutschland" hatte zuvor berichtet, dass der Manager im Sommer zur KfW kommen solle. Ein KfW-Sprecher wollte die Meldung auf Nachfrage von manager-magazin.de nicht kommentieren.

Loewen ist derzeit Vorstand für das Investmentbanking bei der Commerzbank-Tochter BRE Bank in Warschau. Der 43-Jährige ist seit 2005 für das drittgrößte Kreditinstitut Polens tätig. Seine Karriere bei der Commerzbank  begann der Manager im Jahr 1996, seitdem durchlief er bei dem Geldinstitut verschiedene Stationen. Unter anderem war er Geschäftsführer des Commerzbank-Investmentbankings in New York.

Loewen folgt bei der KfW auf Detlef Leinberger, der wegen der Fehlüberweisung an die US-Investmentbank Lehman Brothers im vergangenen September das Kreditinstitut verlassen musste. Zudem hatte die KfW deswegen ihren Vorstand Peter Fleischer entlassen, dessen Posten ab April der bisherige Staatssekretär Axel Nawrath besetzt.

Turbulente Hauptversammlung der IKB - Kritik an Lone Star

Bei der außerordentlichen Hauptversammlung der angeschlagenen Mittelstandsbank IKB hat der neue Haupteigentümer Lone Star unterdessen heftige Kritik einstecken müssen. Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz warf dem US-Finanzinvestor vor, dass der Sonderprüfer kurz vor dem Erreichen der Ziellinie nunmehr gestoppt werden solle.

Die Aufklärung über mögliche Pflichtverletzungen von ehemaligen Vorständen und Aufsichtsräten müsse weitergehen, forderte ein Vertreter der DSW am Mittwoch in Düsseldorf. Dafür bekam er Beifall der Privatanleger.

Eine Vertreterin von Lone Star wurde dagegen mehrfach in ihrer Ansprache von heftigen Zwischenrufen aus den Reihen der Privatanleger unterbrochen. Zu dem Aktionärstreffen wurden mehr als 1000 Teilnehmer in Düsseldorf erwartet

manager-magazin.de mit Material von reuters

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