Dienstag, 28. Januar 2020

Unternehmensgründung GbR, GmbH oder Limited?

Preiswert und schnell zum eigenen Unternehmen - dank der GmbH-Reform? Die drei Gründer der Unternehmensberatung Con-Q haben ihre Erfahrungen gemacht. Bei manager-magazin.de berichten sie über die Hürden und Hindernisse auf dem Weg zur eigenen Existenz.

München - Es ist die Idee, mit der alles beginnt. Die Idee, sich im eigenen Unternehmen selbst zu verwirklichen und seine persönlichen Stärken eigenverantwortlich, bei eigenem Risiko, aber auch mit allen Chancen, einzubringen. Viele haben diesen Traum. An einem Abend ist alles schnell durchdacht. Bis zur Eintragung ins Handelsregister und zum ersten lukrativen Auftrag ist es jedoch ein langer und steiniger Weg. Ausdauer und Motivation sind auch für die Gründer der Unternehmensberatung Con-Q unabdingbar.

Die Gründer von Con-Q: Matros (v.l.), Ahr und Schwenk haben sich bei der studentischen Unternehmensberatung Academy Consult München kennengelernt. Dort schlossen sie zusammen einige Projekte erfolgreich ab.
Kevin Matros, Jacqueline Schwenk und Christoph Ahr studieren in München. Im November vergangenen Jahres, entschlossen sie sich, ein eigenes Unternehmen zu gründen. Bis dahin wickelten sie die Projekte im Zuge ihrer beratenden Tätigkeit meistens über eine GbR ab, was einen hohen Verwaltungsaufwand etwa durch die An- und Abmeldung beim Finanzamt nach sich zog. Nun sollte eine Unternehmensgründung schon während des Studiums den Weg in die Selbstständigkeit führen - die oftmals schwierige Anlaufphase wird also nach vorne verlagert.

Eine Unternehmensgründung will jedoch gut durchdacht sein. So stellen sich unter anderem Fragen nach der optimalen Rechtsform, nach dem Ablauf des Gründungsprozesses und nach den notwendigen Formalitäten.

Auf der einen Seite besteht der Wunsch, die Projektarbeit auf eine professionelle Basis zu stellen, auf der anderen Seite ist gerade für Studenten wichtig, dass der Aufwand und die mit der Gründung verbundenen Kosten beherrschbar bleiben - schließlich soll das Unternehmen vorerst nebenberuflich geführt werden.

Welche Rechtsform ist für diesen Zweck optimal beziehungsweise welche Alternativen gibt es zur GbR? Das Konzept der studentischen Unternehmensberatung in Form von Vereinen etwa ist inzwischen weit verbreitet, zur eigenen Existenzgründung entschließen sich dennoch nur wenige. Seit dem sogenannten Inspire Act des EuGH 2003 sind sämtliche europäischen Rechtsformen auch in Deutschland zugelassen. Prominent, aber nicht alleine, ist hier die britische Limited (Ltd.) zu erwähnen. Ohne nennenswertes Grundkapital lässt sich mit ihr eine Kapitalgesellschaft gründen. Das ist einfach und preiswert. Bis 2006 wurden in Deutschland etwa 30.000 Limiteds gegründet.

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