Continental Manager bieten Gratis-Arbeitstag an

Die Führungskräfte des Autozulieferers Continental üben Verzicht. Einen Tag im Monat wollen sie gratis arbeiten. An der Solidaritätsaktion wollen sowohl Abteilungsleiter als auch Vorstand teilnehmen.

Hannover - Die Führungskräfte im Continental-Konzern wollen in der Wirtschaftskrise auf Teile ihres Gehaltes verzichten und dafür künftig einen Tag im Monat gratis für das Unternehmen arbeiten. Eine Conti-Sprecherin bestätigte am Mittwoch gegenüber manager-magazin.de das Vorhaben. Anlass für die Aktion sind die kurzarbeitenden Beschäftigten. "Wir wollen ein Zeichen der Solidarität mit unseren tariflich beschäftigten Kollegen setzen, die derzeit kurzarbeiten", hatte der Sprecher der Leitenden Angestellten bei Continental , Thorsten Reese, gegenüber der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung" berichtet. Derzeit sind 7000 der rund 47.000 Beschäftigten in Kurzarbeit. Conti hatte vor Kurzem noch eine Ausweitung der Kurzarbeit angekündigt.

Der Vorschlag für einen Gehaltsverzicht gilt zunächst für die Dauer von sechs Monaten. Formal nehmen die Manager einen Tag Urlaub, erscheinen aber dennoch zum Dienst. Der Autozulieferer beschäftigt deutschlandweit rund 1500 Führungskräfte. Vom Abteilungsleiter bis zum Vorstand sind alle in den Vorschlag eingebunden, eine Zustimmung der Führungskräfte steht aber noch aus. Reese erwartet, dass auf den Vorschlag des Vorstandes wahrscheinlich ein Großteil der über 1000 Führungskräfte in Deutschland eingehen werde. "Es ist ein freiwilliger Prozess", betonte die Conti-Sprecherin.

Die Manager verzichteten damit auf gut fünf Prozent ihres Gehaltes. Zusätzlich erklärten sich die Führungskräfte bereit, Zuweisungen aus ihren Aktienoptionen erst in der zweiten Jahreshälfte und nicht im Mai geltend zu machen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und ddp