Geständnis erwartet Madoff droht lebenslange Haft

Dem mutmaßliche Anlagebetrüger Bernard Madoff droht eine lebenslange Gefängnisstrafe. Es wird erwartet, dass der 70-Jährige zum Prozessauftakt am morgigen Donnerstag ein Geständnis ablegt. Ihm wird vorgeworfen, Investoren um bis zu 50 Milliarden Dollar betrogen zu haben.

New York - Entsprechend der Strafgesetze müsse der Finanzjongleur mit einer Haftstrafe von bis zu 150 Jahren rechnen, erklärte die Staatsanwaltschaft bei einer Annhörung am Dienstag.

Es bestehe die Aussicht, dass der 70-Jährige zu Prozessauftakt am Donnerstag ein Geständnis ablege, sagte sein Anwalt Ira Lee Sorkin.

Die Anklageliste gegen Madoff, der Investoren mit einem Schnellballsystem um bis zu 50 Milliarden Dollar gebracht haben soll, ist lang und umfasst unter anderem Wertpapierbetrug, Fälschung von Briefen, Computerbetrug, drei Fälle von Geldwäsche und Meineid. Insgesamt werden Madoff elf verschiedene Straftaten zu Last gelegt.

Die Staatsanwaltschaft betonte, keine Absprachen mit ihm wegen eines Geständnisses getroffen zu haben. Der Fall Madoff könnte als größter Betrugsfall der Wall Street in die Geschichte eingehen. Banken und Anlegern rund um den Globus drohen Milliardeneinbußen und Wohltätigkeitsorganisationen stehen vor dem Aus.

Madoff war im Dezember zunächst festgenommen worden und steht derzeit in seinem New Yorker Luxusapartment unter Hausarrest.

manager-magazin.de mit Material von reuters