MAN-Nutzfahrzeuge Produktion ruht, Vorstand geht

Karl Viktor Schaller, Technik- und Einkaufschef der MAN-Nutzfahrzeugsparte, räumt seinen Posten. Einen Nachfolger wird es nicht geben, Schallers Aufgaben werden von anderen Vorständen übernommen. Wegen der Lkw-Flaute hat MAN in der Kernsparte 42 Tage Kurzarbeit fürs erste Halbjahr angemeldet, die Produktion ruht an 70 Tagen.

München - Der MAN-Nutzfahrzeuge-Technik- und Einkaufschef Karl Viktor Schaller scheide mit sofortiger Wirkung aus, teilte das Unternehmen am Freitag in München mit. Einen Grund wollte ein Sprecher nicht nennen.

Schallers Aufgaben werden den Angaben zufolge auf seine Kollegen verteilt: Strategie-Vorstand Bernd Maierhofer verantwortet künftig auch die gesamte technische Entwicklung, Controlling-Chefin Sabine Drzisga übernimmt zusätzlich die Leitung des Einkaufes und Produktionschef Lars Wrebo werden die Bereiche Auftragsabwicklung und Ersatzteillogistik zugeordnet. Maierhofer war erst ende vergangenen Jahres zum LKW-Bauer gestoßen.

Unterdessen einigte sich das Management der Sparte mit den Arbeitnehmervertretern auf eine Aufstockung des Kurzarbeitergeldes. Nach Angaben der IG Metall sieht eine Gesamtbetriebsvereinbarung vor, dass die Mitarbeiter in den Werken München, Nürnberg und Salzgitter 90 Prozent des monatlichen Nettogehalts erhalten.

Wegen der Lkw-Flaute hat MAN  in der Kernsparte 42 Tage Kurzarbeit fürs erste Halbjahr angemeldet; insgesamt ruht die Produktion an 70 Tagen. Für das zweite Halbjahr wird Ähnliches vorbereitet. Der Vereinbarung zufolge sind für die Dauer der Kurzarbeit betriebsbedingte Kündigungen in allen Werken ausgeschlossen. In München und Salzgitter gelten ohnehin Standortvereinbarungen bis Ende 2012.

manager-magazin.de mit Material von reuters

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