GM-Chef Wagoner kassiert Millionen in der Krise

Sein Konzern General Motors wird nur noch mit Milliardenkrediten der US-Regierung am Leben gehalten, der Verlust des US-Autobauers beläuft sich in 2008 auf rund 31 Milliarden Dollar. Ungeachtet dessen erhält GM-Chef Rick Wagoner in der schwersten Krise seit Bestehen des Autobauers ein Millionen-Gehalt für das vergangene Jahr.

Detroit - Der Chef des ums Überleben kämpfenden US-Autobauers General Motors , Rick Wagoner, hat im vergangenen Jahr Vergütungen im damaligen Wert von 14,9 Millionen Dollar erhalten. Die Zahlen stammen aus dem Jahresbericht, den GM am Donnerstag der US-Börsenaufsicht vorlegte.

Die Opel-Muttergesellschaft verbuchte im gleichen Jahr einen Verlust von 30,9 Milliarden Dollar und hat insgesamt bis zu 30 Milliarden Dollar an Staatskrediten beantragt, um die Krise zu überstehen. Es ist bereits der vierte Milliardenverlust in Folge.

Wie aus dem am Donnerstag vorgelegten GM-Geschäftsbericht weiter hervorgeht, bestand ein großer Teil von Wagoners Gehalt aus Aktienoptionen. Die waren im vergangenen März noch 11,9 Millionen Dollar wert, haben mittlerweile aber nur noch einen Wert von 682.000 Dollar. Deshalb verdiente Wagoner vergangenes Jahr auch rund 60 Prozent weniger als noch in 2007. Der Kurs der GM-Aktie brach am Donnerstag wegen der Zweifel am Fortbestand des Unternehmens um zeitweise knapp 20 Prozent ein und fiel unter die Marke von zwei Dollar.

Für 2009 hat Wagoner sich mit einem Jahresgehalt von einem Dollar als Teil des Umstrukturierungsplans zur Sanierung des Konzerns abgefunden. Bereits 2007 war der langjährige GM-Chef unter öffentlichen Beschuss geraten, als er an Gehalt einstrich, obwohl GM in dem Jahr schon einen Verlust von fast 39 Milliarden Dollar verbuchte.

manager-magazin.de mit Material von ap

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