Freddie Mac Moffett hat genug

Ein halbes Jahr hat es David Moffett auf dem Chefsessel von Freddie Mac ausgehalten, doch jetzt wirft er das Handtuch. Nun muss die mittlerweile verstaatlichte US-Hypothekenbank schnell einen Nachfolger suchen.

New York - Der Chef des US-Hypothekenfinanzierers Freddie Mac , David Moffett, wirft nach nur sechs Monaten das Handtuch. Der frühere US-Bancorp-Vorstand Moffett plane wieder die Rückkehr in die Finanzdienstleistungsbranche, teilte Freddie Mac am Montagabend mit. Bis zum 13. März solle ein Nachfolger gefunden werden.

Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf Vertraute des 57-Jährigen, er sei frustriert über mangelnden Freiraum in seinem Job gewesen. Freddie Mac wird wie das Schwesterunternehmen Fannie Mae seit Herbst von der US-Regierung kontrolliert, nachdem die Blase am US-Häusermarkt geplatzt war.

Die beiden Immobilienfinanzierer, die hinter etwa jeder zweiten Hypothek in den USA stehen, machen gewaltige Verluste. Fannie Mae verbuchte im vergangenen Jahr ein Minus von 58,7 Milliarden Dollar. Bei Freddie wird ebenfalls ein Milliardenverlust erwartet. Das Unternehmen soll auch eine neue Finanzspritze von 30 bis 35 Milliarden Dollar brauchen.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters