Dresdner Kleinwort Banker kassieren Millionen

Etwa 50 Führungskräfte der Investmentbank Dresdner Kleinwort erhalten für 2008 Boni in Höhe von 120 Millionen Euro, obwohl beim Mutterhaus Dresdner Bank mit einem Verlust von über fünf Milliarden Euro gerechnet wird. Allein die 18 Topleute aus dem obersten Führungsgremium kassieren im Durchschnitt pro Kopf fünf Millionen Euro.

Hamburg - Trotz Milliardenverlusten erhalten zahlreiche Führungskräfte der Dresdner Bank einem Medienbericht zufolge Bonuszahlungen. Wie das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL am Freitag berichtete, sollen etwa 50 Manager der Investmenttochter Dresdner Kleinwort Boni für 2008 in Höhe von 120 Millionen Euro erhalten, obwohl bei der Dresdner Bank mit einem Verlust von über fünf Milliarden Euro gerechnet wird.

Die Bank habe diese Boni bereits am 18. August schriftlich zugesagt. "Aus unserer Sicht haben die Vorstandsmitglieder der Dresdner Bank mit der Verabschiedung und Kommunikation der genannten Bonifikationen ihren rechtlichen Gestaltungsspielraum überschritten", zitiert das Nachrichtenmagazin Commerzbankchef Martin Blessing aus einem Schreiben vom 10. November an Allianz-Chef Michael Diekmann. Die Commerzbank  hatte mittlerweile der Allianz  die Dresdner Bank abgekauft.

Schließlich einigten sich Diekmann und Blessing, in Gehaltsbriefen die Boni fortan unter einen Vorbehalt zu stellen. Das änderte nichts daran, dass die 18 Topleute aus dem obersten Führungsgremium von Dresdner Kleinwort im Durchschnitt pro Kopf sogar fünf Millionen Euro erhalten. Nur ein Teil davon kommt aus dem Bonuspool, der größere Teil besteht aus Abfindungen und ausgezahlten Aktienplänen.

manager-magazin.de

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