MAN Samuelsson bleibt an der Spitze

Der Nutzfahrzeugkonzern MAN hat den Vertrag mit Håkan Samuelsson verlängert. Der Vorstandsvorsitzende muss das Unternehmen nun durch die Krise manövrieren.

München - Der Schwede Håkan Samuelsson bleibt auch in den kommenden Jahren Chef des Maschinenbau- und Nutzfahrzeugkonzerns MAN . Der Aufsichtsrat habe Samuelssons Vertrag bis Ende März 2013 verlängert, teilte das Unternehmen mit. Auch Anton Weinmann, Chef der Nutzfahrzeugsparte, macht weiter. Sein Vertrag läuft bis Ende Dezember 2014.

Gleichzeitig stellte das Aufsichtsgremium die Weichen in Richtung einer Umwandlung des Konzerns in eine europäische Aktiengesellschaft SE. Darüber soll die Hauptversammlung Anfang April abstimmen. Für das Geschäftsjahr 2008 schlug der Aufsichtsrat eine Dividende von zwei Euro je Aktie vor. Im vergangenen Jahr hatte MAN an seine Eigentümer noch 3,15 Euro je Aktien gezahlt.

Der Nutzfahrzeug- und Maschinenbauer, dessen größter Einzelaktionär Volkswagen  ist, bekommt die weltweite Wachstumsschwäche mittlerweile deutlich zu spüren. MAN musste in den vergangenen Monaten rund einem Viertel seiner Kunden unter die Arme greifen. Gut zwei Milliarden Euro hat der Konzern dafür aufgebracht - mehr soll es nicht werden.

Analysten gehen davon aus, dass MAN am Donnerstag einen deutlichen Umsatz- und Gewinnrückgang für das vierte Quartal bekanntgeben wird. Innerhalb weniger Wochen musste der Münchner Konzern die Zahl der Tage, an denen er die Lkw-Produktion ruhen lässt, kräftig aufstocken: auf 70 von zunächst 40 bis 50.

Die Mitarbeiter in der Kernsparte Nutzfahrzeuge wurden erst vier statt zwei Wochen in Weihnachtsferien geschickt, jetzt für 42 Tage in Kurzarbeit. Der Rest der sogenannten Schließtage soll über die Arbeitszeitkonten ausgeglichen werden. Für das zweite Halbjahr 2009 ist weiter mit Kurzarbeit zu rechnen. Den Großteil der 2200 Zeitarbeiterjobs in der Nutzfahrzeugsparte hatte MAN schon zum Jahresende gestrichen. Einen Abbau der Kernbelegschaft hatte Samuelsson bisher ausgeschlossen.

manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters

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