Kuka Roboter-Chef nimmt seinen Hut

Bernd Liepert, Chef der Robotersparte des Anlagenbauers Kuka, räumt seinen Posten. Kommissarischer Nachfolger des 45-Jährigen wird Manfred Gundel. Kuka leidet massiv unter der Krise der Autobauer.

Augsburg - Der Augsburger Roboter- und Anlagenbauer Kuka  hat sich überraschend vom Chef seiner Robotersparte getrennt. Bernd Liepert sei als Vorsitzender der Geschäftsführung der Kuka Roboter GmbH mit sofortiger Wirkung abberufen worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Augsburg mit.

Nähere Angaben über die Gründe des Wechsels wollte das Unternehmen nicht machen. Liepert war seit 1990 bei Kuka. Zum kommissarischen Nachfolger des 45-Jährigen wurde Manfred Gundel bestellt. Der 43-Jährige gehört dem Unternehmen seit 1986 an und ist seit fünf Jahren als Geschäftsführer Technik bei Kuka Roboter tätig.

Am Vortag hatte Kuka die vorläufigen Geschäftszahlen für 2008 bekanntgegeben. Wegen der Autokrise sank der Auftragseingang zwischen Oktober und Dezember um 12,7 Prozent auf 251,3 Millionen Euro. Bereits im dritten Quartal hatte sich die Zahl der Bestellungen um 11,8 Prozent verringert. Im Gesamtjahr 2008 verbuchte Kuka ein Minus von 4,8 Prozent beim Ordereingang. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) brach im Gesamtjahr um 26,1 Prozent auf 52 Millionen Euro ein. Dagegen gab der Umsatz nur leicht um 1,6 Prozent auf 1,27 Milliarden Euro nach.

Mit einem Anteil von 9,7 Prozent ist der US-Investor Guy Wyser-Pratte größter Kuka-Aktionär. Ende vergangenen Jahres war der schwäbische Maschinenbauer Grenzebach mit einem Anteil von 5,43 Prozent als zeitgrößter Anteilseigner bei Kuka eingestiegen. Mit dem Einstieg will Grenzebach nach eigenen Angaben die bisherige Zusammenarbeit untermauern und seinen unter der Autokrise leidenden Geschäftspartner stützen.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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