BMW-Designchef Das Ende der Ära Bangle

BMW hat einen neuen Chefdesigner: Adrian van Hooydonk, bisher verantwortlich für die Gestaltung der Kernmarke, löst seinen bisherigen Vorgesetzten Christopher Bangle ab. Der 52-jährige Amerikaner leitete über 16 Jahre die Design-Entwicklung des Konzerns und war unter anderem Erfinder des umstrittenen "Bangle-Bürzels".

München - BMW  löst Chefdesigner Christopher Bangle ab. Als Nachfolger stellte der Autokonzern am Dienstag Adrian van Hooydonk vor, der seit 2004 unter Bangle das Autodesign von BMW geleitet und die Linien der jüngsten 6er- und 7er-Modelle mitgestaltet hat. Der 44-Jährige ist künftig für die Gestaltung der drei Konzernmarken BMW, Mini und Rolls-Royce zuständig.

Wie das Unternehmen am Dienstag in München mitteilte, kam der Niederländer Hooydonk nach der Ausbildung in Holland und der Schweiz 1992 zu BMW und arbeitete von 2001 bis 2004 in Kalifornien für den Konzern. 2004 übernahm er die Leitung des BMW-Designs. Mit seinem Team entwickelte er unter anderem das Design des neuen 7er, des Konzern-Flaggschiffs, des neuen Z4 und der Konzeptstudie PAS, die auf dem Genfer Autosalon Anfang März Weltpremiere hat.

Wie es in der Mitteilung weiter hieß, wird Bangle BMW weiterhin "verbunden" bleiben. Der 52-jährige Amerikaner leitete seit Oktober 1992 die Design-Entwicklung des Konzerns und war unter anderem Erfinder des umstrittenen "Bangle-Bürzels", der als aerodynamisches Gestaltungselement über Jahre das Heck zahlreicher BMW-Modelle zierte.

Besonders die 7er-Reihe von 2001 hatte wegen ihres ungewöhnlichen Hecks in Europa einen schweren Stand. Unter Bangles Federführung entstanden neben den heutigen 3ern, 5ern und 7ern auch der kleine 1er, die Roadster Z3, Z4 und Z8, die Geländewagen X3 und X6, das 6er-Coupé sowie der Mini und die Rolls-Royce-Modelle.

BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Draeger sagte, Bangle habe das unverwechselbare Image der drei Marken gestärkt, "einen klaren ästhetischen Weg in die Zukunft gewiesen" und "maßgeblich zum Erfolg des Unternehmens beigetragen". Hooydonk sei ein Garant für die Nachhaltigkeit der Designphilosophie. Bangle will künftig auch Projekte außerhalb der Autobranche verwirklichen.

manager-magazin.de mit Material von reuters und ap

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