Karriere Treue zahlt sich nicht aus

Wer seinem Arbeitgeber loyal und treu zur Seite steht, mindert einer aktuellen Studie zufolge seine Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Denn die vermeintliche Sicherheit des Arbeitsplatzes, die für viele Lohn der Treue ist, erweist sich häufig als Trugschluss.

Bochum - Für viele Beschäftigte ist der erste Arbeitgeber nach wie vor der letzte. Doch zahlt sich die Anhänglichkeit an das Unternehmen nicht unbedingt aus, wie eine Studie des Instituts für Arbeitswissenschaft an der Ruhruniversität Bochum zeigt. Denn besonders betriebstreue Arbeitnehmer verbauten sich Karrierechancen bei anderen Arbeitgebern, so die Autorin der Studie, Monika Küpper.

Für die Untersuchung befragte die Wissenschaftlerin Fach- und Führungskräfte in einem familiengeführten Industrieunternehmen. Obwohl das Unternehmen in den vergangenen Jahren einen tiefgreifenden Strukturwandel durchlaufen und auch Arbeitsplätze abgebaut habe, hielten die Befragten ihre Arbeitsplätze für sicher. Viele sähen auch keine Notwendigkeit für eine berufliche Weiterbildung.

Sollten diese Beschäftigten dennoch eines Tages ihren Job verlieren, werde es für sie schwierig, sich auf dem Arbeitsmarkt einzugliedern, so Küpper. Dies gelte insbesondere für ältere Arbeitnehmer, bei denen das Motiv für die emotionale Bindung an das Unternehmen einerseits ein Mangel an Alternativen, andererseits eine "dankbare Verbundenheit" gegenüber dem langjährigen Arbeitgeber sei.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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