Managergehälter Vasella bekommt wieder mehr

Dem Schweizer Pharmariesen Novartis geht es blendend und auch Vorstandschef Daniel Vasella hat gut lachen. Seinen Gehaltseinbruch vom Geschäftsjahr 2007 konnte er vergangenes Jahr wieder ein Stück wettmachen.

Basel - Novartis-Chef Daniel Vasella erhielt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 insgesamt 20,54 Millionen Schweizer Franken (13,6 Millionen Euro) an Vergütungen. Dies beinhalte unter anderem eine Barkomponente von drei Millionen Franken sowie variable und weitere Bestandteile in Höhe von 14,08 Millionen Franken, hieß es in dem von Novartis  am Mittwoch veröffentlichten Geschäftsbericht.

Damit bekommt Vasella rund 21 Prozent mehr als im Geschäftsjahr 2007. Damals verdiente er 11,49 Millionen Euro - fast die Hälfte weniger als im Jahr 2006.

Der bisherige Vertrag Vasellas sieht noch eine Abgangsentschädigung von 57 Millionen Dollar (42,9 Millionen Euro) sowie eine Entschädigung bei einer Übernahme von 142 Millionen Dollar vor. Diese Klauseln werden mit in Krafttreten des neuen Vertrags zur Generalversammlung 2009 entfallen.

Vasella gilt als einer der höchstbezahlten Topmanager der Schweiz. Der Präsident und Delegierte des Verwaltungsrates von Novartis brach im Herbst vergangenen Jahres eine Diskussion um die Bonussysteme von Konzernen vom Zaum. In einem Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung am Sonntag" warf er Politikern, die sich kritisch über Managergehälter geäußert hatten, "Heuchelei" vor und witterte eine Populismusdebatte. Für seine Aussagen musste er heftige Kritik einstecken.

Der 55-Jährige ist seit zwölf Jahren an der Spitze von Novartis tätig und somit dienstältester Chef eines globalen Pharmakonzerns. Das Jahr 2008 war für den Schweizer Pharmakonzern ein Rekordjahr. Während andere Branchen überdurchschnittlich von der Finanz- und Wirtschaftskrise mitgerissen wurden, konnte Novartis den Nettogewinn im Vorjahresvergleich um 25 Prozent auf 8,16 Milliarden Dollar steigern, der Umsatz wuchs um rund neun Prozent auf 41,46 Milliarden Dollar. Auch die Aktionäre werden an den Rekordergebnissen beteiligt - die Dividende soll um 25 Prozent auf zwei Franken pro Aktie erhöht werden.

manager-magazin.de mit Material von dpa-afx und reuters

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