Continental Nachfolger für Hippe gefunden

Gerard Cordonnier wird neuer Conti-Finanzvorstand. Cordonnier, der die Aufgabe zunächst kommissarisch übernimmt, folgt auf Alan Hippe, der in gleicher Funktion zu ThyssenKrupp wechselt. Als neuer Chef der Gummi-Sparte, der Hippe ebenfalls vorstand, ist Conti-Manager Nikolai Setzer im Gespräch.

Hannover - Der Autozulieferer Continental  hat nach dem angekündigten Wechsel von Finanzvorstand Alan Hippe einen neuen kommissarischen Finanzchef benannt. Der Conti-Manager Gérard Cordonnier bis auf weiteres die Funktion des Finanzchefs übernehmen, teilte die Conti-Spitze in Hannover am Mittwoch in einem Brief an die Belegschaft mit.

Danach übernimmt Cordonnier die Aufgabe zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion als Finanzchef der Division Interior. Conti-Sprecherin Antja Lewe bestätigte die Personalie gegenüber manager-magazin.de. "Mit Wirkung vom 1. März wird Cordonnier den Posten von Hippe kommissarisch übernehmen", so Lewe. Ob Cordonnier das Amt zu einem späteren Zeitpunkt abgeben werde, sei zur Zeit offen, so die Sprecherin weiter.

Als neuer Chef der Gummi-Sparte, der Hippe ebenfalls vorstand, ist nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters der Conti-Manager Nikolai Setzer im Gespräch. Ob Setzer tatsächlich neuer Chef der Gummi-Sparte wird, konnte Lewe gegenüber manager-magazin.de nicht bestätigen.

Der gebürtige Belgier Cordonnier ist seit 1979 bei Conti. Der Jurist und Ökonom begann seine Karriere in der Reifensparte und arbeitete dann in verschiedenen Funktionen unter anderem in Belgien und Dänemark. 1998 wechselte der 52 Jährige in den Bereich Automotive und unterstütze Conti wesentlich bei der Übernahme der Siemens-Sparte VDO.

Wie manager-magazin.de exklusiv berichtete, wechselt Cordonniers Vorgänger Hippe zum Stahlkonzern ThyssenKrupp . Dort soll der Manager im April in den Vorstand eintreten und zunächst nur Teile des Finanzressorts verantworten. Im Januar kommenden Jahres soll Hippe dann auch die übrigen Aufgaben des Finanzchefs Ulrich Middelmann übernehmen.

Der 42-jährige Hippe dürfte damit auch im Rennen um die Nachfolge von ThyssenKrupp-Chef Ekkehard Schulz mitmischen. Bei der Nachfolge des Ex-Continental-Chefs Manfred Wennemer hatte Hippe im Sommer noch den Kürzeren gegen Technikvorstand Karl-Thomas Neumann gezogen

manager-magazin.de mit Material von dpa

Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.