Montag, 9. Dezember 2019

Handel Karriere bei Aldi, Lidl & Co.

2. Teil: Kein Aufstieg ohne Studium

Handelsfachwirte verstehen betriebswirtschaftliche Abläufe, können diese beurteilen und steuern. Sie betreuen je nach Aufgabengebiet den Ein- und Verkauf, entwerfen Marketing-Konzepte oder werten Umsatz- und Verkaufsstatistiken aus. Mit dem Abschluss in der Tasche kann man nach Angaben der Akademie Handel aus München zum Beispiel Sales Marketing Manager, Vertriebsrepräsentant oder Key Account Manager werden.

Die meisten Karrieren beginnen mit einer Ausbildung: Rund 2,7 Millionen Menschen arbeiten bundesweit im Einzelhandel
Möglich ist auch eine Weiterbildung zum Betriebswirt, Fachmann für Marketing oder zum Bilanzbuchhalter mit bundeseinheitlichem IHK-Abschluss. Allerdings gibt es das nicht kostenlos: "30,5 Prozent der Lehrgangsgebühren trägt der Staat", sagt Göbel. Den Rest müsse der Kursteilnehmer meist aus eigener Tasche bezahlen. Manchmal übernehme aber auch der Chef einen Teil der Kosten.

Wer im Einzelhandel hoch hinaus will, sollte auch ein Studium in Betracht ziehen. "Schon heute sind die höheren Führungsebenen meist nur mit einem Studium erreichbar", sagt Hannelore Paulini-Schlottau vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn. Mit Berufsausbildung gelinge zwar der Aufstieg zum Bezirksleiter oder regionalem Vertriebsleiter. Wer aber die Leitung größerer Häuser übernehmen will, sollte studieren - zum Beispiel Betriebswirtschaftslehre, rät IHK-Experte Göbel.

"Im Einzelhandel sind die Abschlüsse der Berufsakademien beliebt, weil sie praxisbezogen einen Abschluss im dualen System und einen akademischen Abschluss verbinden", erläutert Paulini-Schlottau eine andere Möglichkeit, sich nach der Ausbildung weiter zu qualifizieren. "Die Karrierewege im Einzelhandel sind sehr vielfältig."

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