Porsche SE Osterloh an Betriebsratsspitze

Volkswagen-Betriebsratschef Bernd Osterloh übernimmt auch den Betriebsratsvorsitz der Porsche Automobil Holding SE. Auf der konstituierenden Sitzung des Gremiums wurde Osterloh zum Vorsitzenden und Porsche-AG-Betriebsratschef Uwe Hück zum Stellvertreter gewählt.

Stuttgart - Der SE-Betriebsrat der Porsche Automobil Holding SE hat sich am Montag einer Pressemitteilung zufolge neu konstituiert. Laut Porsche SE-Mitbestimmungsvereinbarung umfasst das Gremium je 20 Arbeitnehmervertreter der Porsche AG und der Volkswagen AG, die in den vergangenen Wochen in ihren jeweiligen Heimatländern innerhalb der Europäischen Union gewählt wurden.

Zum Vorsitzenden wählte der SE-Betriebsrat einstimmig Bernd Osterloh, Vorsitzender des Gesamt- und Konzernbetriebsrats der Volkswagen AG und Präsident des Europäischen- und Welt-Konzernbetriebsrats von VW. Ebenso wählte das Gremium Uwe Hück, Konzern- und Gesamtbetriebsratsvorsitzender der Porsche AG, einstimmig zum Stellvertreter.

Für die Volkswagen AG gehören dem neuen Gremium sieben Arbeitnehmervertreter aus Deutschland an, die die Beschäftigten von Volkswagen, Audi und weiterer VW-Konzern-Unternehmen repräsentieren. 13 Arbeitnehmervertreter aus anderen europäischen Mitgliedsstaaten nehmen gemeinsam mit ihren deutschen Kollegen die Interessen der Beschäftigten der Volkswagen-Konzern-Unternehmen wahr.

Die Mandate der Porsche AG im SE-Betriebsrat verteilen sich laut Mitteilung auf 15 Vertreter der Porsche AG und deren deutsche Tochtergesellschaften; fünf weitere Betriebsräte kommen aus Porsche-Gesellschaften anderer EU-Länder. Insgesamt nahmen Arbeitnehmervertreter aus 15 europäischen Ländern an der konstituierenden Sitzung teil.

In der Porsche-Holding ist der VW-Anteil und der des Stuttgarter Sportwagenbauers gebündelt. Zwischen den Betriebsräten gibt es einen erbitterten Streit über die Mitbestimmung in den Gremien. Am kommenden Freitag verhandelt darüber das baden-württembergische Landesarbeitsgericht. Da Volkswagen um ein vielfaches größer ist, fühlt sich die Arbeitnehmervertretung der Wolfsburger in dem Gremium zu wenig berücksichtigt im Verhältnis zu den Porsche-Beschäftigten.

manager-magazin.de mit Material von reuters, ap

Mehr lesen über
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.