Freitag, 20. September 2019

Krisenticker Tiefe Einschnitte bei Opel

4. Teil: Nokia verlässt Japan

8.45 Uhr: Der weltgrößte Handyhersteller Nokia Börsen-Chart zeigen zieht sich vom japanischen Markt zurück. Die Geschäfte in Japan würden mit Ausnahme der Edel-Marke "Vertu" eingestellt, teilte Nokia mit. Der finnische Handyproduzent hielt weniger als ein Prozent an dem Markt in Fernost und konnte sich nicht gegen die Produkte der japanischen Konkurrenten durchsetzen. Auf dem Weltmarkt hat Nokia einen Anteil von 40 Prozent beim Verkauf von Mobiltelefonen.

Börse Tokio: Der Nikkei beendet den Handel am Donnerstag mit einem Zuwachs von 160 Punkten auf 8373 Zähler.
8.35 Uhr: Der japanische Elektronikkonzern Panasonic muss wegen des Konjunkturabschwungs seine Gewinnprognose drastisch zusammenstreichen. Im bis Ende März 2009 laufenden Geschäftsjahr werde der Nettogewinn voraussichtlich mit umgerechnet rund 250 Millionen Euro 90 Prozent geringer ausfallen als bislang geplant, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Der Konzern senkte sein operatives Gewinnziel um rund 40 Prozent. An der Börse in Tokio gingen die Aktien entgegen dem allgemeinen Trend mit einem Abschlag von 4,7 Prozent aus dem Handel.

8.30 Uhr: Der Dax Börsen-Chart zeigen dürfte heute mit Gewinnen in den Handel starten. Der US-Leitindex Dow Jones Börsen-Chart zeigen hat gestern im späten Handel deutlich zugelegt und knapp drei Prozent fester geschlossen.

7.44 Uhr: Die Ölpreise haben am Donnerstag nachgegeben. Im asiatischen Handel kostete ein Barrel (159 Liter) der US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Lieferung im Januar im elektronischen Handel 53,50 US-Dollar und damit 94 Cent weniger als am Vortag. Die kräftige Erholung an den Aktienmärkten hatte den Ölpreis am Mittwoch um rund 7 Prozent in die Höhe getrieben. Auch der Preis für Rohöl der Nordseesorte Brent sank am Donnerstag. Ein Fass Brent-Öl kostete zuletzt 52,89 Dollar und damit 1,03 Dollar weniger als am Vortag.

7.15 Uhr: Gestützt auf gute Vorgaben von der Wall Street und aus dem asiatischen Handel erwarten Händler für Donnerstag einen festen Dax Börsen-Chart zeigen . Sie taxieren den Leitindex am Morgen 1,32 Prozent fester bei 4620 Punkten. An den US-Börsen hatten Schnäppchenjäger vor dem heutigen Feiertag "Thanksgiving" zugegriffen und die schwachen Konjunkturdaten in den Hintergrund gedrängt. Der Dow Jones Börsen-Chart zeigenschloss knapp 3 Prozent fester, die Nasdaq Composite Börsen-Chart zeigengar 4,6 Prozent fester. Die Vorgaben der asiatischen Börsen sind trotz der Terrorserie in Bombay ebenfalls freundlich: Der japanische Nikkei Börsen-Chart zeigen schloss mit einem Plus von 2 Prozent, der Hang-Seng-Index stieg zuletzt gar um 3,56 Prozent.

7.07 Uhr: Jenoptik will seine Mitarbeiter im ersten Quartal nächsten Jahres in Kurzarbeit schicken. Wie Unternehmenssprecherin Katrin Lauterbach MDR 1 Radio Thüringen am Donnerstag in Erfurt sagte, beträfe dies mehr als 100 Beschäftigte im Bereich Optik. Grund sei die schlechte Geschäftsentwicklung in der Halbleiterindustrie, für die die betroffenen Mitarbeiter optische Systeme herstellen würden. Wie lange die Kurzarbeit andauern soll, sei noch unklar.

6.28 Uhr: Wegen der Anschlagsserie in Bombay bleiben die indischen Finanzmärkte am heutigen Donnerstag geschlossen. Es war unklar, wie lange die Schließung dauern wird. Bei den nach Polizeiangaben koordinierten Angriffen mehrerer Gruppen bewaffneter Männer wurden mindestens 101 Menschen getötet. Ein Polizeisprecher sagte, am Donnerstag seien in der Umgebung von zwei Luxushotels noch immer Schüsse zu hören gewesen. Die Angreifer hätten mehrere Geiseln genommen, die genaue Zahl sei nicht bekannt.

5.15 Uhr: Die US-Notenbank hat die Übernahme der Bank Merrill Lynch durch die Bank of America am späten Mittwochabend genehmigt. Nach eingehender Untersuchung sei man zu der Entscheidung gekommen, dass das Fusionsvorhaben wahrscheinlich keine signifikanten wettbewerbsbeschränkenden Folgen auf einem der betroffenen Märkte habe, teilte Federal Reserve (Fed) mit. Nach ihren Angaben wird das aus dem Zusammenschluss entstehende Unternehmen Vermögenswerte von 2,7 Billionen Dollar verwalten.

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