Freitag, 20. September 2019

Krisenticker Tiefe Einschnitte bei Opel

2. Teil: ArcelorMittal streicht 9000 Arbeitsplätze

13.42 Uhr: Der britische Einzelhandel rutscht in die Krise. Die mit mehr als 800 Geschäften in vielen britischen Einkaufsstraßen vertretene Traditionskette Woolworths Börsen-Chart zeigen musste am Donnerstag Gläubigerschutz anmelden - nur einen Tag, nachdem die große Möbelkette MFI auch zu diesem Schritt gezwungen wurde. Mehr als 30.000 Arbeitsplätze stehen damit auf der Kippe. Die deutsche Woolworth-Kette gehört nicht zu dem britischen Konzern und ist damit von diesem Schritt nicht betroffen.

Finanzkrise schadet Bundeshaushalt: Deutschlands Staatsdefizit wird 2010 wohl auf 1,5 Prozent steigen
13.30 Uhr: Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal Börsen-Chart zeigen will bis zu 9000 Arbeitsplätze streichen. Grund sei der weltweit sinkende Stahlnachfrage. Viele Staaten rutschen derzeit in eine Rezession.

13.15 Uhr: Das Bundesfinanzministerium muss der Europäischen Kommission für 2010 einen erwarteten Anstieg des deutschen Staatsdefizits auf 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts melden, nach einem Minus in den Staatskassen von etwa 0,5 Prozent im nächsten Jahr. Grund sind die Finanzhilfen und Konjunkturausgaben Deutschlands in der Finanzkrise. Bis 2012 wird ein Rückgang der Defizitquote auf wieder 0,5 Prozent erwartet.

12.35 Uhr: Der Schweizer Staat rettet die größte Bank des Landes. Das Rettungspaket für das Geldhaus sieht insgesamt 68 Milliarden Franken (derzeit fast 44 Milliarden Euro) vor, wovon 62 Milliarden Franken zur Übernahme von Problembeständen der UBS Börsen-Chart zeigen von der Schweizerischen Nationalbank bereitgestellt werden. Die UBS gehört zu den europäischen Banken mit den höchsten Verlusten im Zuge der Weltfinanzkrise.

Erhält Milliardenhilfe: Schweizer Großbank UBS wird vom Staat gestützt
11.36 Uhr: Die Aussicht auf eine sinkende Nachfrage hat den Ölpreis am Donnerstag belastet. Das Fass US-Öl der Sorte WTI verbilligte sich um 1,7 Prozent auf 53,50 Dollar, Nordseeöl der Sorte Brent wurde 1,6 Prozent billiger zu 53,02 Dollar gehandelt.

11.30 Uhr: Ungeachtet der düsteren Konjunkturaussichten blickt die deutsche Pharmaindustrie optimistisch in die Zukunft. Fast drei Viertel der 46 im Verband Forschender Arzneimittelhersteller (VFA) zusammengeschlossenen Firmen erwarten für 2009 einen Umsatzanstieg. Im vergangenen Jahr waren es nur 59 Prozent, geht aus der am Donnerstag in Berlin veröffentlichen VFA-Branchenprognose hervor. Mit einem Umsatzminus rechnen 12,5 Prozent der Unternehmen.

© manager magazin 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung