HeidelbergCement Sieben sind einer zuviel

Deutschlands größter Baustoffhersteller verkleinert seinen Vorstand auf sechs Mitglieder. Alan Murray, früher Chef der britischen Baustofffirma Hanson, die 2007 von HeidelbergCement für 14 Milliarden Euro übernommen worden war, räumt seinen Posten.

Stuttgart - Der Baustoffkonzern HeidelbergCement  verkleinert seinen Vorstand auf sechs Manager. Der für das Nordamerika-Geschäft zuständige Vorstand Alan Murray werde Ende 2008 in den Ruhestand gehen, teilte der Konzern am Dienstag mit. Murray war der Chef der britischen Baustofffirma Hanson, die 2007 von HeidelbergCement für 14 Milliarden Euro übernommen worden war. Der Vorstand werde damit auf sechs von bisher sieben Mitglieder gestrafft.

Ab Januar werde seine Aufgabe der seit Oktober 2007 im Vorstand sitzende Dominik von Achten übernehmen. Von Achten war bisher für die Integration von Hanson zuständig. Nordamerika ist für HeidelbergCement weltweit der umsatzstärkste Markt. Aus dem angekündigten Konjunkturprogramm der USA mit Schwerpunkten in Infrastruktur- und Straßenbauinvestitionen seien "deutliche Impulse" für das Geschäft zu erwarten, stellte Manager von Achten in Aussicht.

HeidelbergCement bekam zuletzt die Abkühlung der Konjunktur zu spüren, da die weltweite Bautätigkeit nachlässt. In den USA machte sich zudem der Zusammenbruch des Immobilienmarkts bemerkbar. HeidelbergCement hatte erst jüngst auf dem Markteinbruch in Großbritannien und USA mit einem weiteren Kosteneinsparprogramm in Millionenhöhe reagiert.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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