Deutsche Manager Am liebsten in die Schweiz

Die Schweiz ist für deutsche Führungskräfte angesichts guter Bezahlung und geringer Steuerlast als Arbeitsort besonders attraktiv. Fast ein Viertel der Führungskräfte, die zwischen März 2007 und März 2008 den Karriereschritt ins Ausland wagten, haben sich für die Alpenrepublik entschieden.

München - Das ist ein Ergebnis einer Studie, die in der vergangenen Woche vorgestellt wurde. Die Untersuchung wurde vom Online-Karrieredienstes Experteer und dem britischen Marktforschungsinstituts OMIS Research präsentiert.

Für die Erhebung wurden Datensätze von mehr als 13.000 Angestellten aus zwanzig europäischen Ländern ausgewertet. Nach der Schweiz folgt demnach mit deutlichem Abstand Großbritannien mit 9 Prozent. Den dritten Platz unter den beliebtesten Einsatzorten für deutsche Führungskräfte belegte Österreich mit 8 Prozent.

"Für die berufliche Weiterentwicklung trauen sich deutsche Führungskräfte nicht weit in die Ferne, sondern gehen in ein Land, dessen Sprache sie sprechen und dessen Kultur ihnen nahe ist", erklärte Experteer-Geschäftsführer Christian Göttsch. Exotische Länder als Ziel seien dagegen eher die Ausnahme.

Am häufigsten arbeiten deutsche Top-Kräfte der Studie zufolge im Ausland in den Branchen Consulting (15 Prozent), IT (11 Prozent), sowie im Banken- und Finanzsektor (8 Prozent). Gute Erfolgschancen in der jeweiligen Branche hätten dabei besonders erfahrene und gut ausgebildete Kandidaten. Fast drei Viertel der Experten könnten mindestens fünf Jahre Berufserfahrung nachweisen, nur 1 Prozent wage sich dagegen direkt nach der Ausbildung in ein anderes Land, hieß es. Auch der Ausbildungsgrad dieser Arbeitnehmer sei hoch: 40 Prozent gingen mit einem Diplom über die Grenze, fast ein Drittel habe einen Master-Abschluss, hieß es.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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