Volkswagen-Aktien Vorstand macht Kasse

Als erster Volkswagen-Manager hat Produktionsvorstand Jochem Heizmann den zwischenzeitlichen Höhenflug der Volkswagen-Aktie zu Geld gemacht. Heizmann verkaufte vor einer Woche 2000 seiner Papiere zu je 537,93 Euro und erlöste daraus 1,08 Millionen Euro.

Wolfsburg - Volkswagen-Vorstandsmitglied Jochem Heizmann hat die Turbulenzen um die Aktie des Autobauers genutzt, um Kasse zu machen. Wie Volkswagen  am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung erklärte, hat Heizmann am Freitag vergangener Woche 2000 VW-Stammaktien im Wert von rund 1,08 Millionen Euro an der Börse verkauft. Der Verkaufskurs lag bei rund 538 Euro, wie es hieß.

Am Donnerstag lag der Kurs der Aktie nur noch bei 411 Euro. Das Unternehmen wollte sich nicht dazu äußern, zu welchem Kurs Heizmann die Aktien ursprünglich bezogen hatte. Aktienoptionen sind bei VW ebenso wie bei anderen Konzernen Teil der Managerbezüge.

Die Volkswagen-Aktie  war innerhalb weniger Tage von 210 Euro bis auf 1005 Euro geschnellt, weil sich Hedgefonds hektisch mit den Papieren eindecken mussten, die auf fallende Kurse gesetzt hatten. Sie waren auf dem falschen Fuß erwischt worden, nachdem VW-Großaktionär Porsche  enthüllte, dass er bereits mehr VW-Aktien im Portfolio und sich für weitere über Optionen einen günstigen Kaufpreis gesichert habe. Vorübergehend saßen die Spekulanten auf doppelt so vielen VW-Leerverkaufspositionen wie Aktien im Markt waren.

Porsche peilt mehr als 75 Prozent an Volkswagen als Ziel an. Als es zu der Kursexplosion der VW-Aktie kam, kündigte Porsche an, im kleinen Umfang Optionen aufzulösen, um die Zahl der VW-Aktien im Handel zu erhöhen. So sollten die Kursausschläge gebremst werden.

Die Deutsche Börse  hatte gleichzeitig angekündigt, die Gewichtung von Volkswagen im Leitindex Dax zu beschneiden. Nach diesen Mitteilungen war der VW-Kurs deutlich gesunken. Der Aktienverkauf von Produktionsvorstand Heizmann erfolgte, ehe die von der Börse angekündigte Leichtergewichtung in Kraft trat.

manager-magazin.de mit Material von reuters und dpa

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