Forbes-Ranking Krösus der Star-Erben

Er ist seit 31 Jahren tot, doch er beschert seinen Nachfahren höhere Jahreseinkommen, als die Topstars von heute pro Jahr verdienen: Elvis Presleys Werk brachte seinen Erben im vergangenen Jahr mehr als 40 Millionen Euro. Der King ist nicht der einzige Star, der seinen Nachfahren wertvolle Rechte hinterlassen hat.

New York - Der King wäre selbst unter den heutigen Showstars der Topverdiener: Elvis Presleys Einnahmen hätten sich im vergangenen Jahr auf 52 Millionen Dollar (40,1 Millionen Euro) summiert, wie das US-Wirtschaftsmagazin "Forbes" meldete. Die im Vorjahr erwirtschafteten Erträge aus seinem damaligen Werk flossen komplett an seine Erben. Ein Grund für die hohen Einnahmen sei das gesteigerte Interesse zu Elvis' 30. Todestag im vergangenen Jahr gewesen, hieß es. Da können Musiker wie Justin Timberlake (44 Millionen Dollar) oder Madonna (40 Millionen Dollar) trotz aller Lebendigkeit nicht mithalten.

Auf Platz zwei der Liste der reichsten Star-Erben landeten die Nachfahren des "Peanuts"-Zeichners Charles M. Schulz. Er starb im Jahr 2000 im Alter von 77 Jahren. Die weitere Vermarktung seines Werkes allein brachte seinen Erben zuletzt ein Jahreseinkommen in Höhe von 33 Millionen Dollar.

Die Familie des Hollywood-Stars Heath Ledger profitierte von 20 Millionen Dollar, die im vergangenen Jahr auf das Konto der Erben flossen. Das reichte zuletzt für Platz drei auf der Showstar-Erbenliste. Sein letzter Streifen, der Batman-Film "The Dark Knight", kam posthum in die Kinos und spielte bisher 991 Millionen Dollar ein. Ledger kam im Januar durch eine Medikamentenüberdosis ums Leben.

Paul-Newman-Erben auf Platz elf

Neuzugang auf der Liste sind die Angehörigen der Hollywood-Legende Paul Newman, der im September im Alter von 83 Jahren starb. Die Vermarktung seiner ehemals eigenen Lebensmittelmarke "Newman's Own" über seinen Tod hinaus brachte 120 Millionen Dollar. Da der Großteil dieses Geldes aber für soziale Projekte verwendet wurde, blieben seinen Erben davon nur 5 Millionen Dollar. Damit schafften sie es aber immerhin noch auf Platz elf der Liste jener Bürger, die von den Erfolgen ihrer Familienangehörigen im Showbiz kräftig abkassieren ohne selbst dazuzugehören.

Zu den weiteren berühmten Erblassern gehören Hollywood-Stars wie Marilyn Monroe und James Dean, der Wissenschaftler Albert Einstein sowie die Musiker Marvin Gaye und John Lennon.

Die Redakteure des Magazins hatten durch Gespräche mit Experten und anhand von Steuererklärungen der Nachlassverwalter das Erbeneinkommen verstorbener ehemaliger Stars zwischen Oktober 2007 und Oktober 2008 recherchiert.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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