Voser rückt auf Schweizer wird neuer Shell-Chef

Der britisch-niederländische Ölmulti Royal Dutch Shell wechselt Mitte kommenden Jahres seinen Chef aus. Nachfolger von Jeroen van der Veer soll der Schweizer Peter Voser werden.

Den Haag - Der Schweizer Manager Peter Voser übernimmt im nächsten Sommer die Führung des Erdölkonzerns Shell . Der 50 Jahre alte Finanzvorstand des Unternehmens löst damit den Niederländer Jeroen van der Veer (61) ab, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Damit ist der Shell-Vorstandschef erstmals kein Manager aus den Heimatländern des niederländisch-britischen Unternehmens, das zu den größten Energie-Konzernen der Welt zählt.

Voser war 1982 nach seinem Wirtschaftsstudium in Zürich bei Shell angestellt worden. Er hatte mehrere Führungsjobs in der Schweiz, Argentinien, Chile und Großbritannien, ehe er im März 2002 als Finanzvorstand zum Konzern Asea Brown Boveri (ABB) wechselte. 2006 kehrte Voser, der verheiratet ist und drei Kinder hat, zu Shell zurück.

Die Entscheidung über einen Nachfolger für van der Veer war lange erwartet worden. Üblicherweise geben Chefmanager bei Shell diese Position mit 60 Jahren auf. Van der Veer hatte seinen Vertrag bereits um ein Jahr verlängert. Die Wahl sei auf Voser gefallen, weil er alle erforderlichen Qualitäten habe, «um auf der starken Position aufzubauen», die sein Vorgänger erreicht habe, sagte der finnische Shell-Aufsichtsratsvorsitzende Jorma Ollila. Der Konzern beschäftigt in rund 140 Ländern mehr als 112 000 Mitarbeiter.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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