BayernLB Der Vorstand bleibt

Der gesamte Vorstand der BayernLB darf im Amt bleiben. Das ist das Ergebnis stundenlanger Verhandlungen in der CSU-Zentrale. Und es ist das, was Sparkassenverbandschef Siegfried Naser als "einvernehmliche Lösung" bezeichnet.

München - BayernLB-Chef Michael Kemmer und der komplette Bankvorstand bleiben nach Angaben von Sparkassenpräsident Siegfried Naser im Amt. Nach dem Milliardenloch bei der BayernLB hat die CSU- Staatsregierung damit im Machtkampf um die Ablösung von Kemmer eine Niederlage erlitten.

Die Vertreter der Staatsregierung im Verwaltungsrat wollten Kemmer eigentlich feuern. "Der Vorstand arbeitet weiter wie bisher", sagte Naser am Freitag nach einer Krisensitzung mit CSU-Vertretern in München. Er und Kemmer hätten sich für missverständliche Informationen entschuldigt, die sie den Koalitionspartnern gegeben hatten.

Wegen der Milliardenkrise bei der Bank hatte Bayerns Finanzminister Erwin Huber seinen Rückzug angekündigt. Viele CSU- Spitzenpolitiker waren tief verärgert über Naser und Kemmer, weil die beiden am vergangenen Wochenende nicht das ganze Ausmaß der Krise enthüllt hatten. Der designierte Ministerpräsident Horst Seehofer hatte der alten Staatsregierung mit Huber auferlegt, im Vorstand auf personelle Konsequenzen zu dringen.

Freistaat und Sparkassen sind je zur Hälfte Eigentümer der BayernLB. Auch Naser selbst und die Spitze des Sparkassenverbands bleiben im Amt. "Wir fünf haben einvernehmlich unsere Rücktritte angeboten", sagte Naser. Doch der Sparkassenverband habe das einstimmig und ohne Enthaltungen abgelehnt.

manager-magazin.de mit Material von Nachrichtenagenturen

Die Wiedergabe wurde unterbrochen.