Banken-Rettungsfonds Biedenkopf vertritt Bundesländer

Sachsens Ex-Ministerpräsident Kurt Biedenkopf vertritt die Bundesländer im Lenkungsausschuss des Banken-Rettungsfonds. Dass die einstige Sachsen LB schon unter Biedenkopf mit ihren riskanten Geschäftspraktiken begonnen habe, ist nach Ansicht des Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus "kein Problem".

Dresden/Erfurt - Auf Kurt Biedenkopf (CDU) hätten sich die Ministerpräsidenten auf ihrer Jahreskonferenz in Dresden geeinigt, sagte Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) am Freitag nach Abschluss der Tagung.

Zu den Kriterien der Auswahl habe gehört, dass es sich bei dem Vertreter der Länder weder um einen aktiven Banker noch um einen aktiven Politiker handele. Darüber hinaus galt es Tillich zufolge, "eine geeignete Persönlichkeit zu finden, die sich sowohl als Vertreter der Länderinteressen auszeichnet, aber natürlich auch über wirtschaftspolitischen und finanzpolitischen Sachverstand verfügt".

Auch der Thüringer Ministerpräsidenten Dieter Althaus (CDU) nannte Biedenkopf "eine gute Wahl". Der 78-Jährige verfüge über langjährige politische und finanzwirtschaftliche Erfahrungen, sei aber gleichzeitig unabhängig, weil er nicht mehr aktiv politisch tätig sei, sagte Althaus der "Thüringer Allgemeinen" (Samstagausgabe). Dass schon unter Biedenkopf die einstige Sachsen LB mit ihren riskanten Geschäftspraktiken begonnen habe, ist laut Althaus "kein Problem". Biedenkopf habe sich immer "klug und mahnend" in finanzpolitischen Angelegenheiten verhalten.

In dem Lenkungsausschuss, der über Grundsatzfragen des 500 Milliarden Euro umfassenden Banken-Rettungsfonds entscheiden soll, sind die Staatssekretäre des Finanz-, Wirtschafts- und Justizministeriums, Axel Nawrath, Walther Otremba und Lutz Diwell, sowie der Wirtschaftsberater von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Jens Weidmann, vertreten. Auch Bundesbankpräsident Axel Weber gehört dem Gremium beratend an.

manager-magazin.de mit Material von ddp.djn

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