EnBW Französische Rochade

Der Statthalter des Großaktionärs Electricité de France im EnBW-Vorstand kehrt zur französischen Muttergesellschaft zurück. EnBW-Vizechef Pierre Lederer räumt seinen Posten. Nachfolger Christian Buchel ist wie Lederer Franzose: Zurzeit arbeitet Buchel als Generaldirektor des Energieversorgers Electricité de Strasbourg.

Karlsruhe - In der Chefetage des Energieversorgers EnBW  gibt es einen weiteren Wechsel: Der stellvertretende Vorsitzende des Karlsruher Unternehmens, Pierre Lederer, wird zum französischen Großaktionär Electricité de France  (EdF) zurückkehren. Dafür soll Christian Buchel von Electricité de Strasbourg dessen Posten erhalten, teilte die EnBW am Donnerstag mit.

Lederer, seit 2003 verantwortlich für das gesamte operative Geschäft, verlasse das Unternehmen zum 31. Januar 2009 auf eigenen Wunsch. Er sitzt seit Juni 2000 als einziger Franzose im EnBW-Vorstand, seit Oktober vergangenen Jahres ist er auf Wunsch der Franzosen auch stellvertretender Vorsitzender - zeitgleich mit dem Amtsantritt des neuen EnBW-Chefs Hans-Peter Villis. Vor seinem Wechsel nach Karlsruhe war Lederer als Strategiedirektor für den Industriebereich bei EdF verantwortlich. Der Aufsichtsrat soll am 6. November die Neubesetzung beschließen.

EnBW ist nach RWE  und Eon  der drittgrößte deutsche Stromkonzern. Das Unternehmen verzeichnete 2007 einen Jahresumsatz von 14,7 Milliarden Euro und beschäftigte 20.499 Mitarbeiter. Größte Aktionäre der EnBW sind EdF und der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke (OEW) mit jeweils rund 45 Prozent.

manager-mgazin.de mit Material von dpa und ap

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