Rekordversuch Branson segelt auf Fossetts Spuren

Der britische Milliardär Richard Branson will mit seiner Megajacht "Virgin Money" den Weltrekord für die schnellste Atlantiküberquerung brechen. Der Freund des verstorbenen Abenteurers Steve Fossett brach gestern in Begleitung seiner zwei Kinder in New York auf. Ihn erwarten Stürme, Eisberge und meterhohe Wellen.

New York - Der britische Milliardär Richard Branson will mit einer Segeljacht trotz widrigen Wetters einen Weltrekord für die schnellste Atlantiküberquerung aufstellen. "Wir wissen, dass uns wildes Wetter bevorsteht, aber das brauchen wir, um die Geschwindigkeit zu kriegen", sagte Branson. Zusammen mit Profiseglern und zwei seiner Kinder legte er am frühen Mittwochmorgen mit der etwa 30 Meter langen "Virgin Money" im New Yorker Stadtteil Manhattan ab. Die Truppe verlegte ihren Start um einige Stunden vor, um vorausgesagten schweren Stürmen zu entgehen.

"Wir wollen keinen Sturm, der das Boot auseinander brechen lässt", sagte Branson. Sein 23-jähriger Sohn Sam zeigte sich gelassen: Die Chance, dass irgendwas richtig Schlimmes passiere, sei bei dem Spitzenteam nicht sehr groß. Die 26 Jahre alte Holly Branson ist auf den knapp 5.000 Kilometern von der US-Küste bis zur Insel Lizard Point im Südwesten Englands als Ärztin für die Gesundheit der Crew zuständig.

Die Segler erwartet im Nordatlantik bitterkaltes Wetter, starker Seegang und möglicherweise werden sie auch auf Eisberge treffen. Sie wollen die Strecke in weniger als sechs Tagen schaffen - der bisherige Rekord mit einem Einrumpfsegelschiff liegt bei 6 Tagen, 17 Stunden, 52 Minuten und 39 Sekunden. Am Mittwochmorgen um 5:30 (11:30 MESZ) legte das Team von der US-Küste ab. Mit an Bord waren Segler der britischen America's-Cup-Mannschaft sowie mehrere Olympiasieger.

Der 58-jährige Branson hat seit den 80er Jahren bereits mehrere Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt. 1986 gelang es ihm, mit einer Regattajacht einen seit 34 Jahren bestehenden Rekord für die schnellste Atlantiküberquerung zu brechen. Der passionierte Abenteurer hat Atlantik und Pazifik auch bereits in Heißluftballons überquert.

Branson hat sein Vermögen als Unternehmer einer Holding gemacht, die von Softdrinks bis zu Linienflügen über den Atlantik fast alles im Programm hat. Der Gründer des Virgin-Imperiums widmete die riskante Segeltour seinem gestorbenen Freund, dem Abenteurer Steve Fossett.

manager-magazin.de mit Material von ap und dpa

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