Steve Fossett Ausweise und Flugzeugwrack

Sein Pullover, sein Ausweis und mehr als tausend Dollar sind sichergestellt: Nun haben Suchtrupps auch das Flugzeugwrack des Millionärs und US-Abenteurers Steve Fossett in der Sierra Nevada gefunden.

Mammoth Lakes - Rund ein Jahr nach dem Verschwinden von Steve Fossett sind in der Sierra Nevada erste Spuren des amerikanischen Abenteurers aufgetaucht: Erst entdeckte ein Wanderer in der Nähe von Mammoth Lakes einen Pilotenschein und andere persönliche Gegenstände, die aus dem Besitz Fossetts stammten.

Danach wurden aus der Luft Trümmer entdeckt, bei denen es sich möglicherweise um das bisher vergebens gesuchte Flugzeugwrack handelt. Die Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) teilte am Donnerstag mit, man gehe davon aus, dass es die Maschine des vermissten Millionärs sei. Polizeisprecher John Anderson bestätigte laut dem Nachrichtensender CNN, dass es sich um das Flugzeug Fossetts handelt.

Suchteams der Polizei durchkämmen die Gegend an der Grenze zu Nevada. Dort war der 63-Jährige vor einem Jahr während eines Flugs mit einem Kleinflugzeug verschwunden. Der Fundort des Wracks liegt der NTSB zufolge in den Bergen auf etwa 3200 Metern Höhe nahe der Ortschaft Mammoth Lakes in Kalifornien.

Preston Morrow hatte zuvor beim Wandern in der Nähe des Ortes Mammoth Lakes Fluglizenzen mit Fossetts Namen, einen Fleece-Pullover sowie mehrere Hundertdollarnoten gefunden. Insgesamt seien es mehr als tausend Dollar gewesen, so Morrow.

"Ich kam auf dem Rückweg diesen wirklich steilen Weg herunter, und da blieb mein Blick an diesen kleinen Ausweisen hängen und an dem Geld", sagte Morrow dem Fernsehsender Fox News. "Dann habe ich den Namen gesehen und die Ausweise aufgehoben zusammen mit 500 oder 600 Dollar, die schmutzig und zermatscht waren. Was mich irritiert hat, war, dass nichts anderes zu finden war: kein Geldbeutel, keine Taschen, nichts, nichts, nichts."

Der Wanderer versuchte nach Angaben seines Anwalts zuerst, mit Fossetts Familie Kontakt aufzunehmen. Als dies nicht gelang, wandte er sich an die Polizei.

"Wir sind uns nicht sicher, ob diese Dinge Steve Fossett gehörten, aber sein Name steht auf dem Ausweis", sagte Polizeisprecher Randy Schienle. Der Flugabenteurer war im Februar von einem Gericht in Chicago für tot erklärt worden.

Der 63-Jährige war am 3. September 2007 im US-Bundesstaat Nevada zu einem Soloflug gestartet, von dem er nicht zurückkehrte. Der wohlhabende Unternehmer hatte keinen Flugplan mit Angaben über sein Ziel zurückgelassen. Es ging auch kein Notruf ein. Mit Flugzeugen, per Radar und Satellitenbildern war in dem unwirtlichen Wüstengelände wochenlang vergeblich nach Fossett und seinem Kleinflugzeug gesucht worden.

Fossett hielt mehrere Segel- und Luftfahrtrekorde. Der Abenteurer hatte 2002 die erste Solo-Nonstop-Umrundung der Erde in einem Ballon geschafft. 2005 flog er mit einem Leichtflugzeug allein ohne Zwischenstopp rund um die Erde. Ein Jahr später brach er den Streckenweltrekord für Nonstop-Flüge mit einer Reise rund um die Erde und dabei zweimal über den Atlantik.

Am 15. Februar wurde Fossett für tot erklärt. Seine Witwe Peggy sagte am Mittwoch, sie hoffe, dass die Suche nach der Absturzstelle und der Leiche ihres Mannes nun endlich Erfolg haben werde.

manager-magazin.de mit Material von ap, reuters und dpa

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