KfW Dritter Topmanager muss gehen

Mit Rainer Hartje muss der dritte KfW-Topmanager wegen der Lehman-Panne die Bank verlassen. Der Vertrag des Bereichsleiters für Risikomangement und -controlling wird mit sofortiger Wirkung aufgelöst. Am Montag hatte die KfW bereits die Vorstände Detlef Leinberger und Peter Fleischer entlassen.

Düsseldorf - Nach der Überweisungspanne der KfW im Fall Lehman Brothers  muss nun auch der Bereichsleiter Risikomangement und -controlling, Rainer Hartje, die bundeseigene Förderbank verlassen. Das bestätigte ein Sprecher der KfW-Bankengruppe der "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe).

Hartjes Arbeitsvertrag werde mit Wirkung zum 30. September aufgelöst. Mit Hartje, der bereits suspendiert ist, sei eine Vorruhestandsregelung vereinbart worden. Zur Begründung hieß es aus KfW-nahen Kreisen, Hartje habe sich zum Zeitpunkt der Überweisung zwar im Ausland aufgehalten. Ihm werde jedoch vorgeworfen, keine ausreichende Vorsorge für den Fall seiner Abwesenheit getroffen zu haben. Darüber hinaus erhalte ein Mitarbeiter seines Bereichs eine Abmahnung, hieß es in den Kreisen weiter. Zwei weitere Mitarbeiter des Bereichs würden schriftlich ermahnt.

Zwei KfW-Vorständen war bereits fristlos gekündigt worden. Am Montagmorgen hatte der Verwaltungsrat der KfW die fristlose Kündigung der Vorstände Detlef Leinberger und Peter Fleischer beschlossen. Der KfW ist durch die Überweisungspanne ein Schaden von rund 320 Millionen Euro entstanden.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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