Montag, 6. April 2020

Job und Studium Den Karriereturbo zünden

2. Teil: Teures Vergnügen

Teures Vergnügen

Ob ein berufsbegleitendes Studium vernünftig ist, hängt in der Regel vom jeweiligen Job und den persönlichen Motiven ab. "Es bietet sich an für Menschen, die in ihrem erlernten Beruf noch eine akademische Ausbildung für den nächsten Karriereschritt benötigen", sagt Schweigard. Auch für fachfremde Quereinsteiger sei es geeignet. Darüber hinaus machten insbesondere Studienfächer für Berufsfelder mit starker Nachfrage wie Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik oder Maschinenbau Sinn.

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Schweigard zufolge sind besonders Studiengänge gefragt, die Berufsfelder mit Fachkräftemangel abdecken oder saisonunabhängig eine hohe Zahl von Absolventen benötigen - etwa Maschinenbau. Aber auch Studiengänge wie "International Business Communication" sind aufgrund ihrer Verbindung von Wirtschaftswissen und Sprachkenntnissen begehrt.

Ob Uni oder Privathochschule - bei beiden gibt es nach Angaben von Harald Beschorner, Kanzler der Fachhochschule für Ökonomie & Management (FOM) in Essen, spezielle Konzepte für Berufstätige. Wer sich für den anstrengenden Weg bis zum Hochschulabschluss entscheidet, muss das allerdings auch finanzieren können. Der Arbeitgeber müsse das nicht bezahlen, sagt Beschorner. "Viele beteiligen sich aber an den Kosten des Studiums."

Dabei kann es je nach Hochschule große Unterschiede geben: Während ein Fernstudent an der FOM mit monatlichen Studiengebühren von 295 Euro dabei ist, muss er an der TU Dresden nur 120 Euro pro Semester aufbringen, zuzüglich etwa 200 Euro für alle Materialen des Grundstudiums. An der Bauhaus-Uni Weimar, wo im Wintersemester 2008/2009 der berufsbegleitende Masterstudiengang "Bauphysik und energetische Gebäudeoptimierung" beginnt, kostet die Weiterbildung etwa 9500 Euro. Hinzu kommen Reisekosten für Fahrten zu Prüfungen.

Doch es gibt nicht nur finanzielle Hürden: "Abitur oder Fachhochschulreife sind erforderlich. Für beruflich Qualifizierte ohne Abitur gibt es Einstufungsprüfungen", erläutert Beschorner die FOM-Regeln. Altersbeschränkungen gebe es nicht. "An unseren Hochschulen ist unter Erfüllung bestimmter Voraussetzungen auch ein Studium ohne Abitur oder Fachhochschulreife möglich", sagt Schweigard.

Angelika Röpcke, dpa

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