Montag, 22. April 2019

Arbeitszeugnis Ohne Dank und gute Wünsche

Wer seinen Arbeitgeber wechselt und ein Zeugnis verlangt, darf nicht erwarten, dass ihm sein alter Chef beste Wünsche mit auf den Weg schickt. Die Dankes- und Wunschformel ist nicht verpflichtend, entschied das Arbeitsgericht Düsseldorf.

Düsseldorf - Arbeitgeber dürfen auf eine freundliche Schlussfloskel im Arbeitszeugnis unter Umständen verzichten. Zumindest haben Arbeitnehmer mit einer eher durchschnittlichen Leistungsbewertung keinen Anspruch darauf, dass ihr Chef ihnen "für den beruflichen und privaten Lebensweg alles Gute" wünscht, wie das Landesarbeitsgericht Düsseldorf entschied.

Und Tschüss: Auf die Grußformel kann im Arbeitszeugnis verzichtet werden
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Und Tschüss: Auf die Grußformel kann im Arbeitszeugnis verzichtet werden
Im konkreten Fall hatte der beklagte Arbeitgeber ein Zeugnis mit der Note befriedigend ausgestellt, an Stelle einer vom Kläger geforderten "Dankes- und Wunschformel" jedoch lediglich angefügt, dass das Arbeitsverhältnis aus betrieblichen Gründen beendet worden sei. Selbst wenn Arbeitgeber grundsätzlich verpflichtet sein sollten, Arbeitszeugnisse mit einer Schlussformel zu beenden, müsse diese bei durchschnittlichen Arbeitsleistungen kein besonderes Bedauern ausdrücken, entschieden die Richter.

Sie ließen allerdings wegen grundsätzlicher Bedeutung der Rechtsfrage die Revision zum Bundesarbeitsgericht zu.

manager-magazin.de mit Material von ddp

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