Eurohypo Knobloch tritt zurück

Die am Sonntagabend unter Dach und Fach gebrachte Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank kostet den ersten Topmanager seinen Job. Bernd Knobloch, Chef der Commerzbank-Tochter Eurohypo, wird nach Informationen von manager-magazin.de am Montag seinen Rücktritt verkünden.
Von Arne Stuhr

Hamburg - Die frisch besiegelte 9,8-Milliarden-Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank hat ihr erstes prominentes Opfer gefordert. Allerdings nicht bei der Allianz-Tochter. Wie manager-magazin.de am Sonntagabend erfuhr, wird der 56-jährige Eurohypo-Chef Bernd Knobloch am Montag seinen Rücktritt verkünden. Knobloch, der auch Mitglied im Vorstand der Eurohypo-Mutter Commerzbank ist, stand dem Immobilienfinanzierer seit Anfang 2004 vor.

Der Diplom-Kaufmann und Rechtsanwalt war bereits seit 1992 Vorstandsmitglied im gleichnamigen Vorgängerinstitut der Eurohypo, die im November 2001 durch die Fusion der Hypothekentöchter der Deutschen, Dresdner und Commerzbank  entstanden war. 2005 übernahm die Commerzbank für 4,5 Milliarden Euro die Eurohypo-Anteile der einstigen Miteigentümer.

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