ThyssenKrupp Von Pierer verlässt Aufsichtsrat

Nach und nach zieht sich Ex-Siemens-Chef Heinrich von Pierer aus seinen Ämtern zurück. Nun gibt er nach Informationen von manager magazin auch seinen Sitz im Aufsichtsrat von ThyssenKrupp auf. Damit beugt sich Pierer dem immer größer werdenden Druck infolge der Korruptionsaffäre bei Siemens.

Hamburg - Der frühere Siemens-Chef Heinrich v. Pierer (67) will sein Mandat im Aufsichtsrat des Stahlkonzerns ThyssenKrupp  niederlegen. Von Pierer beugt sich damit dem zunehmenden Druck infolge der Siemens-Korruptionsaffäre, wie das in Hamburg erscheinende manager magazin in seiner neuesten Ausgabe berichtet, die ab Freitag (22. August) im Handel erhältlich ist.

Vorsitzender des ThyssenKrupp-Aufsichtsrats ist Gerhard Cromme (65), der zugleich das Kontrollgremium von Siemens  leitet. Ende Juli hatten die Siemens-Aufseher beschlossen, elf ehemalige Vorstände – darunter auch v. Pierer – wegen der Schmiergeldaffäre auf Schadensersatz zu verklagen. Dieser Schritt belastete offenbar auch die Zusammenarbeit im ThyssenKrupp-Aufsichtsrat.

Offiziell ist v. Pierer bis 2010 gewählt. Neben seinem Posten bei ThyssenKrupp hat der ehemalige "Mr. Siemens" weiterhin Aufsichtsratsmandate bei der Münchener Rück und bei Hochtief inne. Im Frühjahr hatte v. Pierer bereits die Kontrollgremien von Volkswagen und der Deutschen Bank verlassen.

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