Rodenstock Schneider wird Vertriebschef

Der Brillenhersteller Rodenstock bekommt einen Vertriebsvorstand. Den neu geschaffenen Posten soll Marc-Oliver Schneider besetzen. Der verantwortete vorher die Edelküchen der Marke Gaggenau.

München - Deutschlands größter Brillenhersteller Rodenstock setzt nach einem schwachen Jahresauftakt verstärkt auf den Ausbau von Werbung und Vertrieb. Dafür werde zum 1. Oktober dieses Jahres erstmals die Stelle eines Vertriebsvorstands besetzt, teilte das Unternehmen nun mit.

Den Posten übernimmt der 44 Jahre alte Marc-Oliver Schneider. Schneider arbeitete bislang für die Bosch Siemens Hausgeräte GmbH und kümmerte sich dort um die Premiummarke Gaggenau.

Nach einem Umsatzrückgang im ersten Quartal hatte Rodenstock angekündigt, eine zweite Marke vor allem für junge und weibliche Kunden auflegen zu wollen. Sie soll schon im nächsten Jahr bei den Optikern im Regal liegen. Gleichzeitig will Vorstandschef Peter Littmann die Präsenz im Ausland stärken. Im Fokus stehen dabei Asien und Osteuropa.

Littmann, der zuvor im Aufsichtsrat bei Rodenstock saß, hatte Anfang Februar den Chefposten übernommen. Er will den Vorsitz allerdings nur vorübergehend besetzen. Ein Nachfolger für ihn ist derzeit noch nicht in Sicht.

Rodenstock beschäftigt weltweit 4600 Mitarbeiter, 1700 davon in Deutschland. Im vergangenen Jahr erzielte das Unternehmen, das sowohl Brillengläser als auch Fassungen herstellt, einen Umsatz von 396 Millionen Euro. Im ersten Quartal war der Umsatz aber um drei Prozent auf 98,6 Millionen Euro gesunken.

manager-magazin.de mit material von dpa-afx

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