Sanofi-Aventis Deutschland-Chef Meier geht

Heinz-Werner Meier, Personalvorstand und Deutschland-Chef von Sanofi-Aventis, verlässt den Pharmakonzern. Ein Nachfolger für den 55-Jährigen steht noch nicht fest.

Frankfurt am Main - Beim Pharmakonzern Sanofi-Aventis  steht ein Wechsel der deutschen Führungsspitze an: Deutschland-Chef Heinz-Werner Meier wird das Unternehmen Ende Dezember verlassen. Das gab eine Sprecherin am Donnerstag bekannt und bestätigte damit mehrere Zeitungsberichte.

Bis Ende des Jahres bleibe Meier Vorsitzender der Geschäftsführung des Pharmakonzerns in Deutschland, so die Sprecherin weiter. Bereits zum 1. September gebe er aber sein Amt als weltweiter Personalchef ab. Das hatte Meier selbst bereits am Mittwoch in einem Brief an die Mitarbeiter geschrieben. Wer ihm als Deutschland-Chef folgen wird, soll Anfang September in einer Aufsichtsratssitzung entschieden werden.

Der 55-Jährige war lange für die Vorgängerfirma Hoechst tätig. Hoechst fusionierte 1999 mit der französischen Rhone-Poulenc zur Firma Aventis, die dann vom französischen Konzern Sanofi übernommen wurde. Als die Übernahme nicht mehr zu verhindern war, habe Meier loyal zum neuen Eigentümer gestanden, sich im zentralistisch geführten Konzern aber häufig mit den Anliegen der Deutschen nicht durchsetzen können, schrieb die "Financial Times Deutschland". Konzernintern wurde Deutschland zuletzt bei Sanofi-Aventis in die Region Europa integriert - zuvor galt Deutschland als eine eigene Region.

Meier kam 1985 zur Hoechst AG, wo er zunächst die Leitung des Finanz- und Rechnungswesens übernahm. Der Mathematiker übernahm später den Chefsessel in der Konzern-Tochtergesellschaft Hoechst Marion Roussel Deutschland GmbH und wurde Personalchef im Aventis-Konzern.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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