Joachim Herz Erbe fließt in Stiftung

Der tödlich verunglückte Mitbesitzer des Handels- und Kaffeekonzerns Tchibo, Joachim Herz, hat sein gesamtes Vermögen in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro einer gemeinnützigen Stiftung vermacht. Die Joachim-Herz-Stiftung soll künftig Bildung, Wissenschaft und Forschung fördern.

Hamburg - Geplant sei, jedes Jahr einen zweistelligen Millionenbetrag für Projekte in den Bereichen Volks- und Rechtswissenschaft, Medizin und Naturwissenschaften auszugeben. Das teilte seine Ehefrau Petra Herz am Donnerstag bei der Vorstellung der neugegründeten Organisation in Hamburg mit.

Der kinderlose Unternehmer Herz (geboren 1941) war am 31. Mai in den USA tödlich verunglückt. Er erlag den Folgen eines Badeunfalls in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia. Dort hatte er zuletzt überwiegend gelebt.

Joachim ist das zweitälteste von fünf Geschwistern der Herz-Familie. Neben ihm gehören zur Hamburger Unternehmerfamilie die Brüder Günter, Michael und Wolfgang, die Schwester Daniela Herz-Schnoeckel und die Mutter Ingeburg.

Joachim Herz gehörten 15 Prozent an der Holding Maxingvest, zu der Tchibo und die Mehrheit am Nivea-Konzern Beiersdorf  gehören. Diese Beteiligung sowie Anteile an weiteren Unternehmen sollen in der Stiftung verbleiben, wie ein Vorstandsmitglied erklärte. Die anderen Anteile an Maxingvest gehören der Herz-Familie. Michael und Wolfgang Herz halten jeweils 35 Prozent der Anteile, Mutter Ingeburg 15 Prozent.

Zum Vorstand der Stiftung mit Sitz in Hamburg berief Herz vor seinem Tod seine Ehefrau Petra sowie seine langjährigen Berater, den Rechtsanwalt Martin Kefferpütz und den Steuerberater Thomas Siemsen. Im September wollen Vorstand und Kuratorium in einer konstituierenden Sitzung die Verwirklichung des Stiftungszwecks bestimmen, im Laufe des nächsten Jahres sollen erste Projekte präsentiert werden.

Dass ihr Mann die Stiftung als Alleinerbin eingesetzt habe, sei für sie keineswegs eine Überraschung gewesen, sagte Petra Herz. Über diese Idee sei jahrzehntelang gesprochen worden.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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